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Des Ritters Fort. Sprecher v. Bernegg J.U.D. Geschichte der Kriege und Unruhen, von welchen die drei Bünde in Hohenrätien während der letzten Jahre heimgesucht wurden / [Fortunat von Sprecher von Bernegg] ; nach dem Lateinischen bearbeitet, durch Anmerkungen erläutert und unter den Auspizien der bündnerischen geschichtforschenden Gesellschaft herausgegeben von Conradin v. Mohr
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Mißbrauch des Durchpaßrechts

U-IV. Jahres 1639 im Rheinwald und am 13. und 11. April im Unter-engadin mehr nur wie ein starker Sturm sich geäußert hatte.

Den ganzen August hindurch führten die Spanier sowobURcitereials auch Fußvolk wieder durch die Bünde. Den Vorttab bildetenhundert Reiter des Spaniers Pedro Martinez; dann folgten vierSchwadronen (es waren meist Gefangene aus dem schwedischen Heere,welche in der Oberpfalz während des lezten Jahres in die Hände derSpanier gerathen waren) unter dem Obersten Wilhelm Guano, einemSchotte». Im Jahre 1644 im Monat Mai passirten vier andereSchwadronen des nämlichen Commandauteu.

Auch der Großherzog von Toscana, Ferdinand II., warb inDeutschland achthundert Mann zu Fuß und drei Reiterschwadronen;um aber den Schein zu vermeiden, als würde der Paß mißbraucht,erklärten die Spanier, diese Truppen wären unter ihrem Namen an-geworben und dem Großherzoge »nr geliehen worden und unter diesemVorgeben marschirteu sie ebenfalls durch das Leltlin. Im Oetobecfolgten »och drei andere Schwadronen unter den, Befehl des Oberst-lieutenants Lodovico Moneta nach; ebenso im Monat Januar desJakres 1643 wieder zwei andere und 160 Mann zu Fuß, unter den,Spanier Christoval Cavallario ebenfalls durch das Veltlin und trupp-weise zogen auch noch andere durch.

Cinige am Staatsrnker sizende Bündner leisteten dieser Frechheitso weit Vorschub, daß sie es sogar erlaubten, Eduard von Braganza,den rechten Bruder Johann's IV., Königs von Portugal, der zuRegensburg auf des Kaisers Befehl gefangen genommen und wie diePortugiesen sagten, den Spaniern verkauft worden war, durch dasMüusterthal und das Veltlin zu escvrtiren. Luigi de Pauizza, Com-mandant der Beste Fuentes, befehligte die bewaffnete Begleitung undhatte auch den spanischen Doctoc Navara bei sich. Zu größererSicherheit ordneten die Häupter »och Georg Wiezel bei und dochübten die Spanier, zumal Navara, den Uebermutb, einen jungenBurschen, Diener Joh. Planta's, Podeste,'s zu Morbegno, gefänglickfestzusezen und Pietro Ant. Castelto, des Podestats Stellvertreter^,der mit ihnen unter einer Decke spielte, zur Bewachung und Einver-nahme zu übergeben. Später wurde der Knabe noch mit Schlägenund einer andern, unerhörten Art der Tortur lange Zeit gepeinigt.

^ I.neamltnian« ja, ^wusina!.