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Des Ritters Fort. Sprecher v. Bernegg J.U.D. Geschichte der Kriege und Unruhen, von welchen die drei Bünde in Hohenrätien während der letzten Jahre heimgesucht wurden / [Fortunat von Sprecher von Bernegg] ; nach dem Lateinischen bearbeitet, durch Anmerkungen erläutert und unter den Auspizien der bündnerischen geschichtforschenden Gesellschaft herausgegeben von Conradin v. Mohr
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.336 Davos und den übrigen Gerichten des Bundes.

1U12. Inzwischen brach der Veltliner Aufruhr aus und alle jene bekann-ten Drangsale strömten über die Bünde herein. Der jüngere Guterwohnte zu Cnr, wo er das Bürgerrecht besäst, obgleich er dasjenige zuDavos, als er seiner Heimath das hieuach beschriebene Trauerspiel^bereitete, keineswegs aufgegeben hatte, sondern selbst »och im Ratheder Landschaft als Mitglied eingezeichnet war. Diese Abwesenkeit vonDavos mistfiel nicht wenig der dortigen Bevölkerung. Im Jahre1637 starb der Vater und im Monat April des gegenwärtigen JahreS1642 begab sich Oberst Joh. Peter mit seinen Brüdern Johann undAndreas, welche ihren Siz in der Herrschaft Maienfeld, aber ebensowenig aus das Bürgerrecht zu Davos verzichtet hatten, in die Land-schaft, wo sie das Volk dahin zu bewegen suchten, auf Georgi, wo dieBehörden bestellt zu werden pflegen, den Obersten Joh. Peter zumLandammann zu wählen. Hiednrch hoffte derselbe folgerichtig einenleichtern Weg zur Landshauptmannschaft im Veltlin sich zu bahnen.Dieser Ehrgeiz gereichte leider Davos zum Verderben Meinrad Bnolnämlich, ununterbrochen seit dreizehn Jahren im Landammannamte,dazu noch Gnler's Blutsverwandter, (sein Vater und Gnler's Grost-mutter waren Geschwister) Studien- und Gesinnungsgenosse bei Ver-drängung der Franzosen, widersezte sich dessen Vorgeben, sei es ausangebornem EKrgeize, sei es auf Spaniens Anstiften, mit solchemErfolge, dast er selbst vom Volke bei der Wahl bestätigt wurde.

Guter nahm die Sache sehr übel und klagte überall, dast ibmweder eine seiner würdige Stelle im Rathe, noch die Erlanbnist ge-staltet worden sei, sein Anliegen der Bevölkerung persönlich vorzu-tragen. Mit Drohungen entfernte er sich.

Um die Davoser verhaßt zu machen, behauptete er später, Jenehätten den Kirchenstuhl seines um sie so verdienten Vaters aus derHauptkirche geworfen. Nun waren in der That drei Jahre vorher zurErweiterung des Raumes für die Bevölkerung nicht blos sein Stuhl,sondern auch derjenige meines Vaters und Anderer entfernt worden,aber damit trat man Guler'n am allerwenigste» zu nahe, denn voll-gültige Zeuge» sagten aus, dast desselben eigener Vater, als er zuleztin seiner Heimath zu Davos sich befand, dasjenige was zur Erweite-rung des PlazcS in der Kirche geschah, selbst vorgeschrieben und vor-gezcichnet hatte.

82 „luvoeol, — INI Original.