Veranlassung des Streites zwischen
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Obrigkeit gehört, — und als nach dem Tode deS Grafen Friedrich >642.vpn Toggeuburg die zehn Gerichte (als eilfteS führt der Bundsbriefdas Chorgericbt zu Seiners auf) zu einem ewigen Bunde sich ver-einigten , erhielt Davos die erste Stelle und es wurde ausdrücklichbestimmt, daß alle Versammlungen der zehn Gericbte, wie auch der imBundsbrief erwähnle Bundstag der drei Bünde, so oft er auf jeneträfe, dort abgehalten werden sollten. So kam eS, daß das Haupt derLandschaft Davos auch Haupt des ZehngerichtenbundeS wurde, wieauch der Landschaftsschreiber und Landweibel die nämliche Stelle imBunde einnahmen und als Bnndsschrciber und BundSweibel func-tioniren
Ferner bestimme» sowohl der allgemeine Bundsbrief als auchderjenige der zehn Gerichte, so wie alle übrigen büudnerischeu Ver-ordnungen, daß jedes Gericht, jede Gemeinde und jede einzelne Per-son bei ihren Privilegien, Rechten und Gewohnheiten geschüzt undvor Gewalt bewahrt werden sollte und jeder Anstand auf dem WegeRechtens und in der vorgeschriebenen Form zu entscheiden sei.
Seit mehr denn hundert Jahren bekleideten zu DavoS die dreiGeschlechter Guter, Sprecher und Buol rühmlich die Stelle vonBundshäupteru, denn seit dem Jahre 1544, wo Peter Müller imAmte stand, fast ununterbrochen und früher auch mehrere Male wurdesowohl diese Würde als diejenige des Bundsschreibers und Bunds-weibels, durch freie Wahl der Landschaft (so geschah es seit Beginndes Bundes) mit Gliedern aus diesen drei Familien besezt. Einzigin den Jahren 1567, 1569 und 1570 war dieses Amt auf JohannArdüser gefalle».
Bom Geschlecht Guler zeichnete sich durch Ansehen und jeglichetreffliche Eigenschaft Oberst Joh. Guter aus, den ich so oft rühmlichsterwähnte und dessen Lebensgeschichte ich veröffentlicht habe. Unterandern Kinder» hatte derselbe auch eine» Sohn, Johann Peter, derebenfalls Oberst war und dessen Namen die Geschichte nicht wenigeroft nannte.
Noch vor dem Jahre 1620 hatte der ältere Guter einige Einfluß-reichere der Landschaft ersucht, sie möchte», wann die Reihe den Lands-hauptmann (die erste Würde im Veltlin) zu ernennen, an Davoskäme (es hatte dieß in zwei Jahren zu geschehen) die Wahl seinesSohnes Joh. Peter durch ihre Stimmen bei der Bevölkerung unter-stüzen. Viele sagten ihm dieses zu, doch wurde die Sache wederöffentlich vorgeschlagen noch verbrieft.