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Des Ritters Fort. Sprecher v. Bernegg J.U.D. Geschichte der Kriege und Unruhen, von welchen die drei Bünde in Hohenrätien während der letzten Jahre heimgesucht wurden / [Fortunat von Sprecher von Bernegg] ; nach dem Lateinischen bearbeitet, durch Anmerkungen erläutert und unter den Auspizien der bündnerischen geschichtforschenden Gesellschaft herausgegeben von Conradin v. Mohr
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Durch die beiden Bünde.

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das in Frage stehende Vorrecht bedeute nicht viel, und komme doch 16>3nur wenigen der Angesehenern zu Nuzen, welche dann durch ihreAuslagenrechnungeu dem ganzen Bunde zur Last sielen. Zulezt schlu-gen sie vor, die Sache möchte durch drei Schiedsrichter von jederSeite und einem evangelischen Eidgenossen (da doch die Orte mit denzehn Gerichten verbündet wären) als Obmann entschieden werden.

Weil dann die Stadt Zürich sich bereits an beide Theile mit Wortender Versöhnung gewandt hätte, wünschten sie einen ihrer Bürger zudieser Stelle zu bezeichnen. Als später aber die Gerichte vier Rechts-sprecher ernennen und den Davoscrn nur zwei lassen wollten, kam dasEinverständnis' nicht zu Stande.

Inzwischen war Magister Hartmann Schwarz, Pfarrer zu Malix,in der Sache unermüdlich, wenn auch kurz vorher zwölf der angesehen-sten zu Cnr versammelten Prediger auf diesen rein politischen Streit,um so weniger sich einlassen wollten, als die Geistlichen im Unter-engadin durch Einmengnng in die politischen Angelegenheiten währendder lezke» Jahre schon all zu viel Aergerniß gegeben hätten. Obschonnun Schwarz an der Versammlung jener zwölf Prediger Theil genom-men hatte, fuhr er, wie schon bemerkt, fort, sich mit dieser Angelegenheitzu befassen und gab unter Anderm am 20 /30. April den Deputirtender Gerichte (jede Parthci nämlich ging durch ihre Boten die Gemein-den an, Davos Justiz verlangend, die Andern einem Spruche aus-zuweichen suchend) an die Prediger beider Engadiuc Empfehlungs-briefe mit, auf welche auch Georg Saluz, Stadtpfarrer zu C»r, undLuzius Gabriel zu Jlan; ihre Namen zu sezen hatten, doch bliebendieselben fort, der Eile halber oder aus irgend einem andern Grunde.

In diesem Schreiben wurde den Bünden völlige Anarchie vorgeworfen;auch jagte er unter Anderm, daß Viele, weil Katholiken, offene Feindeder Kirche Christi seien, Andere zwar das Bekenntniß des Evangeliumsauf den Lippen trügen, mit Jenen aber unter einer Decke spielten.

Mit vielen Andern wisse man nicht, woran mau sei. Dann kam er aufden Streithandel der Landschaft Davos mit den Gerichten zu sprechen,erklärte jene für völlig spanisch-papistisch und fügte bei, wen» Lezteresiegten, so würden doch wieder die Geseze blühen und die Kirche wiedererstehen. Es hätten die Davoser, unter Berufung auf ihr Recht denVorschlag der Aemtertheiluug zurückgewiesen, — und es würde dcr-selbeZiicht zum zweite» Male gemacht werden. Es suchten dieselbe»nun mittelst Bestechung (was falsch war) und Pochen auf ihr Recht