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Des Ritters Fort. Sprecher v. Bernegg J.U.D. Geschichte der Kriege und Unruhen, von welchen die drei Bünde in Hohenrätien während der letzten Jahre heimgesucht wurden / [Fortunat von Sprecher von Bernegg] ; nach dem Lateinischen bearbeitet, durch Anmerkungen erläutert und unter den Auspizien der bündnerischen geschichtforschenden Gesellschaft herausgegeben von Conradin v. Mohr
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Beide Partheicn rüsten sich zum Kampf.

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Als dünn die Davoser in Widerlegung der Behauptungen dessel- 1643.den sowohl den allgemeinen Bundsbrief als auch denjenigen der zehnGerichte citirten, erklärte Schwarz, er habe den vorgelesenen Briefunter Beistimniung seines Schwiegervaters, Georg Salnz, geschriebenund eS erklärte sich hierauf die Synode in ihrer Mehrheit durch einsogenanntes Decret (so viel nahm sich die Geistlichkeit in politischenDingen heraus) dahin, die Gerichte seien nicht verpflicbtet sich vorRecht zu stellen und wen» eine Sentenz schon ergangen sei, könne die-selbe nicht executirt werden und eS habe die Erledigung dcS Streit-handels auf freundschaftlichem Wege zu erfolgen.

Hauptsächlich zum Behuf einer Versöhnung der streitenden Theilewar auf den 15./25. Juni abermals ein Beitag zu Cnr angescztworden. Einige Boten desselben unterhandelten nun mit den Davesernund mehreren Depntirten (doch erklärten diese, sie hätten keinen aus-drücklichen Auftrag) der Gerichte und machten einen neuen Vergleichs-vorschlag. Hiebei wiesen sie auf daS Verderben hin, das leicht auseiner Fortsezung des Streites erwachsen könne. Und in der Thatdachten die Gerichte an Nichts als kriegerische Rüstungen und Gewalt-maßregeln. Briefe an Davoser, jedoch nicht von den bisherigen Unter-händlern, sprachen davon, zu andere» Mitteln zu schreiten, worunternatürlich die Waffen zu verstehen waren. Es wurden Pulver undandere Kriegsvorräthe angekauft, mit vielem Geräusche öffentlicheMannschaftsrevue» abgehalten und unter dem Vorwand einer Treib-jagd auf Wölfe, auch eine beträchtliche Anzahl Bewaffnete an dieGrenze der Landschaft Davos gelegt.

Die Davoser ihrerseits zeigten keine kleinere Sorgfalt in der Aus-stellung von Wachen und rüsteten sich bestmöglichst, um auf das ersteZeichen hin gerüstet zu stehen.

Man dankte den Boten und wies ihnen Briefe gleichen Inhaltsvor, welche Zürich und GlaruS an DavoS und die Gerichte geschriebenhatten, und worin sie vor allen gewaltsame» Schritten abmahnten,zu friedlichem Einvcrständniß riethen und dazu ihre Vermittlung an-erboten. Briefe dieses Inhalts langten später von Zürich und GlaruSnoch mehre a», ebenso auch von Bern. Davos antwortete auf allemit Danksagung, führte in kurzen Worten und unter Mittheilung des

io> Welche, wie oben bemerk!, vo» Seite des Beitags zwischen denstreitende» Panheie» Friede zn stiften versucht hatte».