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Des Ritters Fort. Sprecher v. Bernegg J.U.D. Geschichte der Kriege und Unruhen, von welchen die drei Bünde in Hohenrätien während der letzten Jahre heimgesucht wurden / [Fortunat von Sprecher von Bernegg] ; nach dem Lateinischen bearbeitet, durch Anmerkungen erläutert und unter den Auspizien der bündnerischen geschichtforschenden Gesellschaft herausgegeben von Conradin v. Mohr
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Und unterredet sich mit dem Verfasser.

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mehr zu belästige» brauchte, Loch werde eventuessihre Dazwischenkunft l«,l!.sehr erwünscht sein.

So machten sie denn am 17./27. Juli einen neuen Vorschlag zurErziclung eines Einverständnisses unter den beiden Partheien. Ihmnach sollte der ganze Streitbandel siebe» Rathsboten zur Entscheidungnach Recht und Billigkeit übergebe» werden. Diese waren Ulrich vonCastclberg, Landrichter des obern Bundes, Christoph von Moutalt,DoctorHercules v. Capaul (wie bereits bemerkt, hatte dieser seine Pac-rheilichkeit für die Gerichte dadurch an den Tag gelegt, daß er ihnenGelder, welche der Landschaft Davos gehörten, auszahlte) Doctor Rod.de Antonini, Landammann Nicolaus Planta, Joh. Victor Travers,Landvogt auf Castels, und Stephan Cott, Landvogt im Oberkalbstcin.

Die Davoser antworteten in kurze» Worte», ihr einziger Wunschgehe dahin, daß der Streit beseitigt würde, doch verlangten sie, daßes einzig nach Recht geschehe. Dieß sei auch der Wille von weit au«der Mekrzahl der Gemeinden der beiden Bünde, wie schon oft wieder-dolt worden. Zu diesem Ende hätte man auch Richter ernannt, undder heißeste Wunsch der Landschaft gehe dahin, daß dieselben endlichden Spruch erließen. Ohne Dazwischenknnft der Eidgenossen aber,welche so oft schon freundschaftlich sich antrugen, könne »nd solledurchaus nichts vorgenommen werden. Auch müßten sie da, wo nurRecht und Gerechtigkeit eine Stelle einzunehmen hätten, jegliche güt-liche Vereinbarung verwerfen. Gegen die Drohungen der Gegnerund die unerhörte Art ihres Vorgehens, sowie alle ihre Handlungenwollten sie hiemit im Weiter» protestirt und sich dem Wohlwollen derEidgenosse» in bester Form anempfohlen haben.

Während dieß alles noch in solcher Weise wogte, kam ganz uner-wartet (nicht von de» Davosern gerufen, wie Einige aus den Gerichtenspäter spöttisch behaupteten) am 25. October alten oder 4. Novemberneuen Stiles der Zürcher Stadtschreiber, Joh. Heinrich Waser, nachCur und ließ mir vom Wirthshanse aus durch seinen Diener sagen,er wünsche mich zu spreche». Wie von schlimmer Ahnung ergriffe»,erschrack ich und suchte denselben sofort auf. Er prodncirte darauf seinBeglaubigungsschreiben Seitens der drei Orte und bot seine Hülfezur Herbeiführung eines gütlichen Einverständnisses an. Es wardamals bereits bekannt, daß, als er nach Gebrauch des PsäverserWassers mit Oberst Ulysses v. Salis sich unterredcte, Leztcrer derUebcrlassung jedes dritten Bnndshauses an Davos, beigestimmt hatte.