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Des Ritters Fort. Sprecher v. Bernegg J.U.D. Geschichte der Kriege und Unruhen, von welchen die drei Bünde in Hohenrätien während der letzten Jahre heimgesucht wurden / [Fortunat von Sprecher von Bernegg] ; nach dem Lateinischen bearbeitet, durch Anmerkungen erläutert und unter den Auspizien der bündnerischen geschichtforschenden Gesellschaft herausgegeben von Conradin v. Mohr
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367
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Compromissarisches Cinverstäudniß.

2Ü7

den Parthcien, vor Allein au« sich Mühe geben sollte, die Sache gür- 1643sich beizulegen. Führe dieses aber zu keinem Ziele, so hätte ohneRechtsnachtheile der Fricdensunterhandlung für die Parlheien dereompromissarische Richter mit seinen Beisizer» in unbeschränkter Voll-macht seinen Spruch zu thun, und zwar in der Art und Weise, wierhm solche gerecht und billig dünke, zur Versöhnung beider Theileführe und dem gemeinen Besten des Bundes und gesammten Landes,zumal aber eine« feste» Friedens und der endliche» Ruhe dienlich wäre.

Maser machte für den Fall, wo die Sache gütlich nicht beigelegtwerden könnte, den Vorbehalt, vor der Entscheidung Alles noch seinenObern einzuberichten.

Hierauf wurde die Sache auch noch den bündnerischeu Gemeindenzur Kenntniß gebracht.

Die Davosec hatte» zwar verlangt, daß das Schiedsgericht denStreit beim Eid« nur »ach strengem Recht entscheiden sollten, aberMaser wollte dazu sich nicht herbeilassen.

Inzwischen wurde zu Eur der Beitag der beiden Bünde abgehalten.Derselbe erklärte sich mit dem Entwurf des Kompromisses einverstandenund ertheilte ihm seine Bestätigung.

So wurden dann hierauf die Beisizer und Rechtssprecher ernanntund zwar Seitens der Davoser Hauptmann Paul Sprecher und ausdem Gottshausbunde Hauptmann Georg Wiezel von Zutz. Von denGerichten wurden bezeichnet Podrsts Joh. Anton Buol und aus demobern Bund Julius Otto von Schauenstein, Freiherr von Ehrenfelsund Herr zu Haldenstein. Schreiber wurde Joseph Tannenberger vonSax.

Nachdem sämmtliche Gemeinden des Zehngerichtenbundes dasKompromiß angenommen hatten, unterzeichneten am 14 Novemberalten oder 24. neuen Stiles die Boten beider Theile dasselbe, wobeiDuric Enderlin sich als Landammann der sechs Gerichte des Zehn-gerichtenbundes unterschrieb. Als die Davoser dieß sahen, prctestirtensie dagegen, weil ja eben darüber der Anstand walte und verlangten,daß es ausgestrichen würde, was dann auch die Schiedsrichter zurnicht geringen Beschämung Enderlin's anordneten.

Tags darauf, den 15. November alten und 25. neue» Stiles,trugen die Davoser ihre Klage vor und verlangten in einemSchreiben, mit gebührendem Respekt, daß man vor Allem aus jenen

Im Rheintbalc.