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Des Ritters Fort. Sprecher v. Bernegg J.U.D. Geschichte der Kriege und Unruhen, von welchen die drei Bünde in Hohenrätien während der letzten Jahre heimgesucht wurden / [Fortunat von Sprecher von Bernegg] ; nach dem Lateinischen bearbeitet, durch Anmerkungen erläutert und unter den Auspizien der bündnerischen geschichtforschenden Gesellschaft herausgegeben von Conradin v. Mohr
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Aelwr Bewilligungsie?"

Inzwischen schrieb Vico, der venetianische Resident in Zürich, am27. Sevtember neuen Stiles 1^43 (es fand somit dieß alles imverflossenen Jahre statt) an den bündnerischen Rath und machte ihmauf Befehl der Republik Venedig Anzeige, daß dieselbe mit dem Groß-hcrzog vo» Toscana und dem Herzog von Modena, zur Vertheidigungdesjenigen von Parma und behufs Herstellung der Ruhe in ganzItalien sich verbündet hätte. Die Bnndner antworteten freundschaft-lich. wie sehr ihnen am Friede» Italiens gelegen sei, und wie es inden Bünden so zu sagen einstimmig heiße, wenn die Republik Venedigpersönlich den Paß verlange, so werde man ihr denselben nicht abschla-gen und zwar um der Reputation der Bündner willen

Hierauf langte am 25. Dezember 1643 oder 4. Januar 1644,der in dieser Geschichte schon öfters erwähnte Hieronimo Cavazza zuCur an und legte seine Beglaubigungsbriefe, in welchen Zürichs, woer residiren sollte, ebenfalls Erwähnung geschah, dem bünderischenRathe vor. Venedig sprach darin seinen Wunsch nach Frieden undRuhe aus und gelobte den Bünden alles Schöne und Gute, wennes ihm den Paß für die zur Erreichung des abgedachten Zweckes nö-thigen Truppen gestatte. Dann berief er sich auf Cavazza's nähereAuseinandersetzung, die im Wesentlichen das Gleiche enthielt.

Die Sache wurde auf die Gemeinden gebracht und dann den Bo-ten Vollmacht ertheilt, mit Cavazza zu unterhandeln. Einige Gerichtewollten nicht blos den Paß bewilligen, sondern mit Venedig liebernoch ein Bündniß abschließen. Man tractirte verschiedene Male mitCavazza und verständigte sich zuletzt dahin, daß die durchlauchtigsteRepublik während eines vollen Jahres sich des Passes bedienen könne,wobei täglich hundert Mann zu Fuß und fünfzig Reiter, doch wegenBequemlichkeit der Unterkunft, eine Tagereise von den Nachfolgendenentfernt, passiren könnten. Dieje Truppen dürften nicht gegen dieverbündeten Fürsten bestimmt sein und als Sicherheit für jeden mög-lichen Schaden, so wie die Ausgaben, sollte Bürgschaft geleistet wer-den. Zur Uebecwachnng des Ganzen, und damit Alles in gehörigerOrdnung vor sich gehe waren Commissarien bestellt.

>rs Box dE Davoser Handel bediente ich mich in meiner Geschichtestets des neuen Kalenders und nur wo es nöthig war, fügte ich auchdas Datum nach altem Stile bei.

Znü d. Vers.

>22 koe loro magis ex reputalione liiitaruni, — im Originale.