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Schreiben Ferdinands Hl.
Durchleuchtigs, Hochgebornen Claudia, verwittibten Erzherzogin zuÖsterreich rc. Vnserer lieben Muhme und Fürstin, auch dem zuJnsprugg rcsidirenden Königlichen Hispanischen Don Federigo En-rique; durch Ewere dahin abgeordnete, sowohl die renovation vud Mo-deration der hievor aufgerichten vnnd hochbeteurten Erbainignng, vnndwas deine anhängig, alß fürnemblich in den Religionspnnkten vnndderer Freystellung, auch veranlaßter Ewererseits vorhabender abschaffungder, in Ewrem Landt annoch ligenden Franzosen, tractirt vnnd beschlossen,waßmassen auch solchs alles von besagtem vnserm geliebten Herrn vnndBatter genemb gehalten, ratificiret, vnnd von der Erzherzogin L:Euch veranlaßtermassen notificiret vnnd zugeferttigt worden, Wiraber seithero allergnedigist verstanden, Ihr Ewere ruembwürdig ge-faßte intention nunmehr zu werkh zu stehen in faeto begriffen, Euchaber mit obangeregter von der Erzherzogin L: comnnmicirter, höckst-gedachts unsers freundtlichen geliebten Herr» vnnd Vatters, vnndAnteeessoris am Reich ergangner Constrmation bemeltem Tractats, für«nemblich der Religionspuncten betrcffendt, nit wol bcguüeget, vnndunsere absonderliche ratification zuhabe» verlangen traget,
Diewcile Wir dann nunmehr durch die gnadt Gottes, die Kaiser-liche Regierung angetretten, auch der Erzfürstl. Pupillen Principalgerhab sein, vnnd das iehnig, was mchrbeuieldter Vnß freundlichergeliebter Herr vnnd Vatter, von Vnsers Erzhanses wegen lobwürdigstabiliert oder guetgehaisscn, nicht minder zu confirmiercu vnnd handt-zuhabeu allergnedigist gewillt, znmahlen Vnnß dahin zubeflaissen,wie allgemainer guetter ruehe: vnnd wolstaudt gepflanzet, zwischenvnßerm lobl. Hauß, auch fürstlicher Graffschaft Tyrol vnnd Euch guettsVerständtnus vnnd Friedtliebende Nachparschafft gepflogen, fürnemb-lich auch die so hochbcteurte Erbainignng, zu deren Verlezuug VnßeresWissens diesseits ainiche Vhrsach nie gegeben worden, noch fürtervnuerbrüchlich zuerhalten,
Also habe» wir Euch solchemnach gnedigist erinnern wollen, daßWir ebenfalls alles das, wessen sich die Erzherzogin Claudia L: inangeregten, Tractat oder Handlung gegen Euch vnnd Ewere Abgeord-neten crclärt, vnnd vernemmcu lassen, allermassen höchstgedachter Vnßcrsreündlicher geliebsterHerr vnnd Vater gethan, allergnedigist placidiere»,genemb halten, vnnd ratificieren, daß auch die begerte Freystellung derReligion in dem Prettigew , vnnd vnderen Engedeiu betreffend »ebender katholischen Religion, vnnd deren freye» Uebung zugleich die ieh-