Waser's Ehrenrettung. 449
seye, sondern jeder Artiknl mit den schriftliche» Xoteu habe beygelegtwerden müssen.
So viel über Masers Verhalten bey dem ersten Auftritt dieserVerhandlung Die allgemeine Zufriedenheit in den Bündten zeigendie sck foutocollum gethane Erklärungen der Partheyen, welche indem Protocolt der 13. Session also lauten. „Daß die Herren Abge-sandten von Davos (unter denen Sprecher war) sich so wohl gegen„den III. Lobl. Orten um ihre Sorgfaltigkeitcn, und gegen den Her-„ren Schiedrichter und Tatzen, nm ihre angewandte Mühe, Fleiß und„kroeselerv, darob sie ein vollkommenes Vergnügen getragen, und„darum ihnen auch die Posterität dankbarlich verobligicrt seyn werde„ganz fleissiglich bedanket, und um förderliche weitere Handobhaltung„geböten, rc. die Herren von den Gerichten bestätigten diese Dank-lagung." Die Ueereililiv; (Beylage l,it. v.) die Aeusserungen ge-meiner Geistlichkeit, und das Zeugniß aller Unpartheyischen lauteteneben also. So schrieb z. B. der Oberste Pfarrer zu Chur Salu; den27. Novemb. Herren Bürgermeister Hirzel. „Der Ho.chvcrständige,„Tugentliche, Herr Stadtschreiber Maser hat mit den harten Köpfen„wohl zu schaffen ghan, ehe er sie sü terminos bringen mögen, wieder„männiglichst »erhoffen, er hat seine Zeit und Arbeit wils Gott wohl„angelegt." Eben diese Zufriedenheit der III. Ständen ist auch durchdie Verhandlungen in Brugg genugsam dargcthan.
Und wie scheint es möglich zu seyn, daß Sprecher selbst den 12.Deeemb. also ;» der Zeit, da die Vergebungen ihm schon bekannthätten seyn müssen wann sie geschehen wäre», an Maser geschrieben,„und wie Euer Weisheit, so mit ungezagtem treumeinendem Eifer Tag„und Nacht, daß sie uit eine einzige Stund Zeit lär hat lassen hingahn,„sich allhin in unseren Geschäften bemühet, also wollen sie doch auch„nachmalen ganz inständig gebäten seyn, so bald als möglich allhier zu„kommen, und in Gottes Name» zu verfügen. Und wie sie allen Gut-„meinenden in dem X. Gerichten Bund nicht allein, sonder auch i»„anderen beyden Bündten durch sein hvchverständiges wohlweises kro-„esäiersn das Herz gcwunnen, also werden sie durch erwünschte glück-liche Beendung, einen ewigen unsterblichen Name», und die allgemeine„Benediction vor Gott dem Allmächtigen erhalten". Entweder nunwird man Sprechern, bey den gethanen öffentliche» Schritten ei»unwürdiges Verfahren, und in den besondern ein falsches böses Herzzu schreiben, oder mit mehrere»! Grund eingcstehen müssen, daß der