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Des Ritters Fort. Sprecher v. Bernegg J.U.D. Geschichte der Kriege und Unruhen, von welchen die drei Bünde in Hohenrätien während der letzten Jahre heimgesucht wurden / [Fortunat von Sprecher von Bernegg] ; nach dem Lateinischen bearbeitet, durch Anmerkungen erläutert und unter den Auspizien der bündnerischen geschichtforschenden Gesellschaft herausgegeben von Conradin v. Mohr
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Waser's Ehrenrettung.

„Jumm st. 469. ß. 24. sie innren in einem mit des Herrn Laud-„ammanns Siegel verpilschierten Papier, und darauf mit gedachten„Landammanns Herrn Enderlins Hand geschrieben diese Wert: „Was„„wir nit geben tbund, wolle Gott an unser Statt gegen Euer Weis-„„heit hie zeitlich und dort ewiglich belohnen". Ob er nun gleichwohl„dieß Gelt als eine wohlverdiente kceoiupsiis volikommenlich behal-ten mögen, angesehen gemeine III. Bündt S. Gn. Herren auch um„den Kosten gedanket, nicht destoweniger hat er es Herrn Bürger-„meister Hirzel, und etlich andern Herrn Häubtern eröfnet, und sich„gutwillig anerboten, den Kosten von dieser Reis, so in die 17. Tag„lang gewähret, an ihm selbst zu haben, in Masse» er Herrn Seckel-„meister Müller mehrers »it verrechnet, als des Dieners Rudolf„Widerkehre» Reit- und Noßlohn, nämlich 10 st. 25 ß. Das übrig„aber samt etlich anderen Ausgaben, so er von dieser Reis wegen„gebabt, belaufte sich auf st. 169. 24. ß. also vexierte fl. 300."Weil Herr Sprecher Anecdoten so sehr geliebet, wollen wir noch eineanziehen, die er unterlassen hat. Tags von dem angesetzten Ausspruchkam er selbst zu Wascrn, die Sache zu empfehlen, er erhielte abereinen Bescheid, der ihn besser hätte sollen denken machen: „Daß er„aussprechen werde was er billich finde, und »orderst Gott gebäten„habe, daß er aus seinen Gnaden, ihm das beste eingeben wolle."

Dennoch liefet man in der Sprecherischen p. 683. die unartigeAnmerkung, daß Maser den Ausspruch abgelesen habe, mit bebenderStimme vielleicht von Gewissensbissen gemarteret. Flosse wohl diesesvielleicht ans einer reinen Quelle? Masers von Sprechern (p. 669.und f.) selbst mirgetheilteu Rede vor dem Spruch, und diejenigen nachder Ablesung laut Protocoll verrathet keinen schwankenden Kopf, son-der ei» sehr heiteres gesetztes Gemüth bey einer Handlung, vonwelcher eher traurige als freudige Folgen zu erwarten waren. Darumist seiner Relation zu glauben, daß viel Ungclegenheit besorget, undihme von Geistlichen und Weltlichen gerathen worden, den Spruchnicht selbst zu eröffnen, sonder versiegelt zu hinterlassen, oder ihn vonHause zn schicken. „Er aber Gott trauende, als in ordentlichen Be-„ruf begriffe», und Leutheu, so ihm die Sach, eompromittiert, auch„seiner verhoffentlich kündbaren unpartheyischen Procedur, und des„Ausspruchs guten Begründtnissen, dem altem eine erzeigende Forcht„viel Kraft benommen, und zu weniger Reputation reichen wurde;