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Des Ritters Fort. Sprecher v. Bernegg J.U.D. Geschichte der Kriege und Unruhen, von welchen die drei Bünde in Hohenrätien während der letzten Jahre heimgesucht wurden / [Fortunat von Sprecher von Bernegg] ; nach dem Lateinischen bearbeitet, durch Anmerkungen erläutert und unter den Auspizien der bündnerischen geschichtforschenden Gesellschaft herausgegeben von Conradin v. Mohr
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Waser's Ehrenrettung.

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„hat denselben unverzagt viel lieber selbst öffentlich thun wollen."Zeuge und Frucht eines reinen Gewissens.

p. 683. Nach eröffnetem Spruch sagten die Deputierten dcrDa-voser: „Wir überlassen es dem allmächtigen, bar,»herzige», mid lang-„müthigen Gott. Nun herrschte ein tiefes Stillschweigen, und endlich„sagte Maser zum Schreiber Tannenberger: Schreiben sie, daß die„Partheyen den Spruch angenommen hätten, was rief Wiezel" (einerder zwey Davosischen Sätzen) „überlaut, daß sollen sie auf keine Weißthun". Nun verstummte Maser. Wer sollte nicht gestehen, daß erwohl gethan habe zu schweigen! Hat aber Sprechern, Doctor beyderRechten, zu Sinn kommen könne», daß es noch an den Partheyenstehe, einen „»bedungenen Comproniiß-Lpruch anzunehmen oder ab-zuschlagen! Sehet nun, was bemeldtec Tannenberger in sein Proto-coll geschrieben hat. Nach geendigter Rede Herrn Masers Antwor-teten die Herren Abgesandten ab Daoos: „Sie hätten die Urtel„vernommen, thun sich mit Geduld drein schicken, und alle Sachen„Gott dem Allmächtigen befehlen. Die von den Gerichten aber, Sie„thuen sich in gleichem mit Gedult darein ergeben, und die Sach Gott„befehlen. Hetten zwahr vermeint, sie sollten bey ihren vollkommenen„Rechten als Bruder bleiben rc. Auf solches hin die Herren Schied-„richter und Sätz den aufgesetzte» Spruch unterschrieben und besiegelt."Was heißt dann dieses anders, als daß der Spruch von beyden Thei-len angenommen worden, und er in ram transactai» übergegangenseye. Erinnerte sich dann unser Hsstorienschrciber nicht, daß, und un-vermuthlich unter sehnen Augen, sein Bruder Andreas wenig Taghernach der neuen Konstitution geschworen habe, durch die er dochseiner Ehrenstelle beraubt worden wäre.

p. 684. Unter der Ueberschrifl „Masers Untreu" wird erzählet,daß er im April eine Abschrift, die von Tannenberger ins reine ge-bracht werden sollen, mitgebracht habe. in welche er gesetzet, „es hätten„die sämmtlichen Constdenten" (dieHerren Sätze p. 65t. 669.) „diesen„Spruch eigenhändig unterschrieben, und ihr Petschaft beygedruckt, der„Schreiber Tannenberger :c. merkte an, daß diese Unterschriften nicht„in Original stehen, noch die Davoscr sich jemals unterschrieben haben."

Es scheint, Sprecher wolle nicht verstanden werde», er verdientdarum auch kaum es zu seyn. Nach dem Zusammenhang des vorigenmuß von einer Abschrift des Spruchs für die Davoser die Rede seyn.