Ciaff. XxXxXVI. Vom Diſtilliren.
Wann man demnach etwas diſtillieren will ſo muß man zuvor die Roͤh-redes kuͤpffernen Inſtruments mit einem ſaubern leinen Tuchumwinden/ undſolches in das vorbeſagte Loch geheb einſtecken.
Auffder andern Seiten des Faſſes wird auch ein Loch uͤber dem Bodenemacht/ darein man einen Zapffenoderhoͤltzern(Knoͤpffen) Krahnen ſteckenan/ damit die Diſtillation heraus gelaſſen werden koͤnne.
Im obern Boden des Faſſes muß eingroſſes Loch/ ohngefaͤhr einer groſ-ſen Spannen weit/ hienein gemacht werden/ dardurch man den Zeug zumDiſtillieren/ durch einen Truͤchter/ hienein gieſſen koͤnne.
Endlich wird auch recht unter dem Bodenein Loch gebohret/ ohngefehrdrey oder vier quer Finger breit/ daran man eine Roͤhre von Kupffer/ einerSpannen lang/ veſt nageln koͤnne. An dieſe Roͤhre muß hernach ein ander hoͤl-tzern Faß/ mit einer Kupffer⸗Schlangen accommodiret, und in das Faß kaltes
Waſſer voll gegoſſen werden/ und muͤſſen die Roͤhren von einem zum andernFaß wol in einander ſchlieſſen/ und verlutixt ſeyn.Die Form und Geſtalt der beyden Faͤſſer/ ſamt dem Oefelein/ weiſet fer-ner die Figur ſub sig. n/ und iſta der oben beſchriebene Ofen/ mit Fbezeichnet.b Das Faß/ worinn der Gezeug/ ſo diſtillieret werden ſolle.c Seynd Stoͤpffel an dem Faßboden.d Iſt die Roͤhre von einem Faß in das andere/ ſoan die KuͤpfferneSchlange im Kuͤhlfaß angeſtecket ſeyn ſolle.ee Seynd die Stuͤhle/ worauff die Faͤſſer geſtellet werden.f Iſi das Geſchirr/ worein der Spiritus laufft.g Iſt das Kuͤhlfaß.IV. Eine compendioſe Art/ dadurch man unterſchiedliche Sa-chen diſtillieren kan/ weiſet die Fig. k.
Dieſe Art iſt bequem/ und kan inſonderheitzum Digeriren und Diſtillie-ren dienen/ und auch zu andern Sachen nuͤtzlich ſeyn/ kan gebraucht/ und an ſtatteines kupffern oder bleyernen Keſſels/ wie ſonſten gebraͤuchlich/ ohne ſonderba-ren Koſten/ auff nachfolgende Weiſe gemacht werden:
Manlaͤfſet von Eichen⸗Holtz einen Zuber zurichten/ in Geſtalt wie die PigIis E ausweiſet/ nemlich/ oben enger als unten/ und mag man dieſes Geſchirr ſogroß machen/ als man will/ die Hoͤhe dieſes Zubers oder Kufenkan ohngefehrſechze hen oder neunzehen Zoll hoch genommen werden.
Oben an dem Rande dieſer Kufen ſolle es einen Abſatz haben/ damitman einen Deckel von Holtz/ Kupffer oder Bley gantz geheb darauff legen
koͤnnt/ aiſo daß dieſelbige die Kufe fleilſig beſchlieſſe; In beſagten Deckel gn