892 Claſſ. XXXVvI. Vom Diſtilliren.
——ά-———---—,—-—.—4. Wie man Bethonien⸗Waſſer diſtillieren ſolle.Man nimmt Bethonien⸗Blaͤtter/ zerſtoͤſſet dieſelbige/ baitzet ſie hernach
in Wein ein/ nachdeme ſie nun genug gebaͤitzet worden/ ſo diſtillieret man
ſolche.5. Entzian⸗Waſſer zu diſtillieren.
Man nimt vier Pfundfriſcher oder durrer Entzian⸗Wurkzel/ zerhackt die-ſelbigen gantzklein/ und baͤttzet ſie m Wein ein/ oder beſprenget dieſelbige nur da-mit, diſtillierts hernach. 1
6. Gruͤne Nuͤß⸗Schalen.
Es ſeye die Nuß darauß oder darinn/ brennet man im Herbſtein Waſſerdaraus. Auß den Nuß⸗Blaͤttern/ wann dieſelbige im Mayo abgebrochen unddiſtillieret werden/ wird ein vortrefflich Waſſer/ zuoffenen Schaͤden/ und an-dern Sachen mehr dienlich/ daraus diſtilliert.
7. Hyſop.
Solle man allwegein heiſſer Aſche diſtillieren.
8. Auß Rettich Waſſer zu brennen.
Man nimt die gantzen Retiich/ ſamt derſelbigen Schaͤlen/ oder aber der-ſelben Schaͤle allein/ und diſtillierets. 1
9. Wie man die Eichene Rinde diſtillieren ſolle.
Dieſe Rinde muß klein zerſchnitten/ hernach geſtoſſen/ und mit weiſſem
Wein eingebaͤtzet werden/ hernach/ ſo es genugſam gebaͤitzet worden/ diſtillie-
ren.10. Bertram⸗Wurtzel.Wird auch friſch oder duͤrr genommen/ klein zerhackt/ hernach ein wenig
eingebaͤitzet.m. Fenchel⸗Waſſer.
Man nimt die Fenchel⸗Wurtz und Blaͤtter/ ſiedet dieſelbige in Waſſer/legt ſit alſo warm aus dem Waſſer in eine zinnerne Schuͤſſel/ deckt ſelbige miteiner andern Schuſſelfleiſſig zu /laͤſts alſo daͤmpffen/ dieſes/ ſo ſich an der obernSchuͤſſek anhaͤnget/ aͤſſet man ablauffen in ein ſauber Glaß/ und verwahrt ſel-biges zum Gebrauch.
12. Peterſilien.W- Werden uchierſtöſſen und gebrant/ alles auff obbeſchriebene Art undeiſe.Nota. Die Baum Geraͤchs als daſtynd Aepftal Virnen/ phlaumen-ir-