105% Clafl. XXXIX. Von allerley Kraͤutern zur Artzney.
Auch der Kroͤß⸗ Adern/ iſt derowegen ein treffliches Mittelmhisigen
Fiebern.CCLIV. Weiderich.
Iſt einer zuſammenziehenden und kuͤhlenden Natur.Gibt eine gute Blutſtellung. 8Innerlich und aͤuſſerlich genutzet/ den Safft getruncken/ ſtellet das Blut-Sptyen/ und die rothe Ruhr. bDer Safft in cinem Clyſtier gebraucht/ ſtillet allerley Bauchflͤſſe.Das Kraut auf die Wunde gelegt/ oder in die Naſe geſtopfft/ ſtilletdas Bluten.Nota. Der Rauch darvon/ vertreibt die Muͤcken und Schlangen.CCLV. Weißwurtz.Wird innerlich wider den weiſſen Weiberfluß gebraucht. 1Die Beere 14. oder 15. eingenommen/ treiben und fuͤhren den Schleimdurch den Stuhlgang und Urin aus.Reinigt das Haupt von den Laͤuſen/ fuͤllet die Loͤcher und Maſen vonden Purpein/ vertreibt die Kraͤtz/ und reiniget die Haut von Flecken.CCLVI. Wermuth.Iſt warmim erſten/ und trocken im dritten Grad/ ziehet an/ iſt bitter/machet duͤnn.Iſt gut zu dem Magen/ Leber und Miltz.Toͤdtet die Würm. Fuͤhret die Gallaus. Treibt din Schweiß. Iſtgut in den Fiebern.Innerlich gebraucht/ macht ſchlaͤfferig.Aeuſſerlich auf die Schlaͤf und Futzſohlengelegt/ macht auch ſchlaffen
und ruhen.CCLVII. Weyd.
Iſt Zweyerley:I. Der zahme WevdII. Der wilde 8bI. Der zahme Wey itter/ und ziehet zuſammen/ derohalben erſehr treeknet. 28II. Der wilde waͤrmet und trocknet hefftiger.Den zahmen Weyd gebraucht man innerlich/ nemlich/ man ſiedet ihnin Wein/ darvon giebt man den Miltzſuͤchtigen zu trincken.Aeuſſerlich legt mandie geſottene Kraͤuter auf das dicke Miltz.Die Blaͤtter uͤbergeleget/ zertheilen allerlw Geſchwulſt/ heilen friſcheundalte Wunden. 1GItem/