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Der nützlichen Hauss- und Veld-Schule erster Theil, in welchem ausführlich enthalten, wie man ein Land-Feld-Guth und Meyerey mit aller Zugehöre ... mit Nutzen anordnen solle : worbey dann auch zugleich eine zur Hausshaltung auf dem Lande nützliche Hauss-Artzney für Menschen und Viehe, samt allerhand raren und vorträglichen Hauss-Künsten, mit sonderbarem Fleiss colligirt ... / und nunmehr mit dem lang-verlangten zweyten Theil, samt darzu gehörigen Figuren und einem vollständigen Register an den Tag gegeben durch Georg Andream Böckler
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Il der Frauen Harn Bley⸗farb. 2Bedeut der Frauen Zeit.14. Von der Jungfrauen Harn.Iſt der Harn von einer Jungfrauen allenthalben leicht und lauter.Bedeut/ daß dieſelbige geſund ſeye.

Was man vom Harn ferner zu wiſſen/ iſt ſolches von ſelbigem in andernBuͤchern weitlaͤufftiger Nachricht zu finden. Wir wenden uns derowegenzur Beſchreibung der Artzney anſichſelbſten in nachfolgenden Stuͤcken.

Ea iere Urie a a e Knes Ee nsdnr ar ee neso-CLASSIS KxIIVon der Haus⸗Apotheck.Nemlich:Wie manallerhand Artzney·Sachen præpariren undzurichten/ auch ſelbige/ im Fall der Noth/ mit

Nutzen gebrauchen ſoll-Den wir nun zur Artzney den Anfang machen/ als folget/ daß wir

1072 Claſi XLI. Von der Haus⸗Apothe k.

der Haus⸗Mutter unſers Meyer⸗Hofes auch einen kurtzen Unterricht

geben/ nemlich/ wie dieſelbige unterſchiedliche bewaͤhrte Artzneyenpræpariren und zurichtm/ auch damit eine nutzliche Haus⸗Apotheckausruͤſten ſolle. 6

Im uͤbrigen/ was den Gebrauch der Artzney anbelanget; ſo muß manwiſſen/ daß die Artzney⸗Kunſt nichtnur in bloſſer Erfahrung/ ſondern auch inBetrachtung und Erwegung der Kranckheiten/ gewiſſen Urſachen und Er-kaͤntnuß derſelbigen/ beſtehe. Danndieſebeyde Stuͤcke/ nemlich/ die Ur-ſache der Kranckheit/ und die Erfahrenheit der Artzney ſollen allezeitunzertrennlich beyſammenſtehen.

Als zum Exempel/ da mannur aus der Erfahrung/ einem kranckenMenſchen eine Artzney beybringenwolte/ und die Urſache der Kranckheit/auch die Complexion, Jugend/ Alter/ oder andere Umſtaͤnde des Patien-ten nicht wuͤſte/ ob gleich die Artzney/ ſo man dieſem geben wolte/ einem an-dern in dergleichen Kranckheit geholffen haͤtte; wird man hierinnen groͤblichfehlen/ und durch eben dieſe Artzney dem Patienten offtmals mehr Schadenthun/ ja wol gar hinrichten/ als wieder zu voriger Geſundheit bringen undaufhelffem. 8

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