1082 Claf XLI. Vonder Hauß⸗Apotheck.
Aücs gröblich kerſchnitten/ und guten Brandenwein darauf gegoſſen/ dasGlaß wol vermacht/ und ein Jahr lang behalten.1 Uſüus.Morgens nuͤchtern einen Loͤffel voll darvon genommnn/ iſt gut/ wannder ̃ v; kalter Natur/ und uͤbel daͤuet/ dahero faſt vielerley Kranckhei-ten entſtehen.
r2. Das guͤldene Haupt⸗Waſſer-
Man niramnt Fimmeth 1.Loth⸗ Calmuß/ jedes v. Quint.
— uſcat⸗Nuß. Lorbeer/ 1. Loth. GMuſcat⸗Bluͤhe/ jedes Majoran.
1. Quint. Roßmarin.Ingber⸗ Salbey.Naͤgelein. Lavendel und Spick/ jedes ſo viel man
Pfeffer. zwiſchen drey Fingernhalten kan.Macht alle Stuck/ nachdeme ſie gedoͤrret/ zu gieſſet darzu vom be-ſten Brandenwein/ alſo daß erein halb queer Finger daruͤber gehe/ in einemGlaß/ macht ſolches oben mit einem Stüͤcklein Brod⸗Taig zu/ umwickelt esmit einem Brod⸗Taig auf allen Seiten vier queer Finger dick rings um jaͤſſetsim Ofen/ ſo lang als das Brod baͤckt/ nimmts hernach aus/ ſo iſt ein braunrothes und wolrirchendes Waſſer darinnen.Uſus.
1. Dieſes Waſſer vertreibt den Hauptſchmertzen um den Wirbel/ dieSchlaͤf und Stinnen damit gerieben.
2. Trocknet die Fluſſe aus/ wann man ein wenig darvon in die Naſeziehet.
3. Reiniget das Hirn.
4. Staͤrcket die Gedaͤchtnus/ wann man zu Morgens fruͤhenuͤchterndarvontrinckt. E
5. Bewahret fuͤr boͤſer Lufft und Nebel.—
6. Widerſtehet allem Gifft. 11 Etliche Tropffen auf die ſchmertzhafften Zaͤhne gelegt/ wannes vonKaͤlt kommen/ vertreibt ſolche geſchwind.
-aa2; 13. Ein bewaͤhrtes Augen⸗Waſſer-
Man nimmt Augentroſt. Rothe Roſen.Scheelwurtz Weinrauten.Fenchelkraut. Baldrian/ famt der Wurtzel.Eyſenkraut. jedes eine gute Handvoll.
Zerhackt