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Geschichte des Cantons Zürich von 1794-1830 : aus den Quellen untersucht und nach höchst wichtigen Mittheilungen von noch lebenden Zeitgenossen und Augenzeugen dargestellt / durch Johann Jakob Leuthy
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eidgenössische Cantone gesandt, um Hülfe und unparteii-schen Beistand von ihnen, als Garanten der durch ihreeidgenössischen Siegel bekräftigten Urkunden, zu begeh-ren. Obschon nur glatter Hofbescheid die Folge derSendung war, so mußte er doch sieben strenge Verhörevor jenem Kriegsgerichte ausstehen, das in dem Haupt-quartier zu Stäfa seine ungerechten Sitzungen hatte.Als das Memorial an die Stände geschickt wurde, so sielein Exemplar von demselben auch in seine Hände. Haer nichts darin fand, als reine Wahrheit, so rechneteer es sich gar nicht zur Sünde, dasselbe gelesen zu haben.Allein die politischen Beichtväter von Zürich dachtenhierin ganz anders. Er wurde vor das heilige Znquisi-tionsgericht daselbst citirt, das ihn ohne viele Dedenk-lichkeiten in den weltberühmten Oetenbach sandte, wo erwährend 26 Tagen solche Leiden ausstand, die kaumDiebe und Mörder ertragen müssen, und dieß zwar zueiner Zeit, wo das Einsammeln der Früchte im Herbsteihn bei seinem Gütergewerbe unentbehrlich machte undein alter Vater, eine liebende Gattin und unschuldigeKinder den Entrissenen beseufzten.

So Viele traurige Beispiele der leidenden Unschuldmachten den Ruf von dem despotischen Schreckenssystemeallgemein. Bloße Citationen sah man schon als Strafenund Würgmandate an; daher gab es Mehrere, die, er-schüttert durch solche Vorgänge, bei erhaltener Citationlieber zusammenpacken, als dem gewissen Sturme entge-gen eilen wollten. Unter diesen aus dem VaterlandeGeflüchteten, deren Schicksal auch in der Fremde be-dauernswert!) war, sollen hier nur ein Paar genanntwerden: Johannes Ryffel und seine Schwester, Elisa-beth«, auf der Erundhalden zu Stäfa.

Wenn gleichwohl der Schrecken durch ein solches

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