1086 Claſſ XLI. Vonder Hauß⸗Apotheck.Myrrhen auserleſene/ 1. Quint..Feigen/ N. v-kleine Roſinlein/ 2. Loth.Dieſe Stuͤcke alle zerquetſcht und zerſtoſſen/ in einem verglaͤſten Hafen gethan/daruber ein Maaß des beſten Rhein⸗Weins geſchuͤtt/ drey Tag lang wol zu-gedeckt an einem warmen Ort ſtehen laſſen.Ferner thut man darzu Erdbeer⸗Waſſer.Apoſtemen⸗Waſſer/ jedes 1. Pfund.Laͤſſets abermal einen Tag und Nacht daruͤber ſtehen. Hernach diſtilliertsuͤber einemſanfften Feuer im Waſſer.(Baln. Mar.)Uſus.Von dieſem Waſſer ſolle man ein halb Trinck⸗Glaͤßlein voll nehmen/ mitein wenig weiſſen Lavendel⸗Zucker ſaͤß machen und vermiſchen/ und ſolches/ ſowarm als man es leiden kan/ vor dem Schlaffen geheneintrincken.
19. Ein vortreffliches Apoſtemen⸗Waſſer.Man nimmt Salbeyblaͤtter/ 3. Loth. Muſcaten⸗Blumen-
Zimmet⸗Rinden. Muſcat⸗Nuͤß.
Cubeben. Ingber.
Galgant. Naͤgelein.
Aniß⸗ Parißkoͤrner/ jedes 4. Loth.
Dieſe Stuͤck alle durch einander vermiſcht/ und in eine Zinnerne Kanne odergroſſes Glaß gethan/ darnach ſechsmal ſo ſchwer/ als dieſe Stuͤcke wigen/ desbeſten Weins daruͤber/ und das Geſchirr wol vermacht/ laͤſſets vierzehen Tagelang alſo baitzen/ gieſſet hernach den Wein ab. Stoͤſſet alle dieſe Stuͤcke ineinem Moͤrſner zu einem Brey/ thuts wieder in das Geſchirr/ gieſſet den vori-gen Wein wieder daruͤber/ iaͤſſets noch einen Tag und eine Nacht daruͤberſte-hen. Diſtillierts bey gelindem Feuer/ und verwahret es wol in einem Glaß.Uſus.1. Wer ein Apoſtemen hat der ſolle Abends und Morgens von dieſembe⸗ trincken/ ſo treibt es das Geſchwaͤr durch den Harn und Stuhlganghinweg.we. Es dienet fuͤrmancherley Gebꝛechen/ als Faͤulung des Miltzes/ Lungund Leber.3. Vertreibt den ſtinckenden Athem.4. Macht einen guten Magen.5. Reinigt die Mutter/ und macht die Weiber fruchtbar-
20. Ein