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Der nützlichen Hauss- und Veld-Schule erster Theil, in welchem ausführlich enthalten, wie man ein Land-Feld-Guth und Meyerey mit aller Zugehöre ... mit Nutzen anordnen solle : worbey dann auch zugleich eine zur Hausshaltung auf dem Lande nützliche Hauss-Artzney für Menschen und Viehe, samt allerhand raren und vorträglichen Hauss-Künsten, mit sonderbarem Fleiss colligirt ... / und nunmehr mit dem lang-verlangten zweyten Theil, samt darzu gehörigen Figuren und einem vollständigen Register an den Tag gegeben durch Georg Andream Böckler
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994 Claſ XLI. Von der Hauß⸗Apotheck.

Thut die Blumen in ein ſaubers Glaß/ oder zinnernes Geſchirr/ gieſſct dasBaum⸗Oel darzu/ alſo/ daß es uͤber die Blumen gehe.

Vermacht das Geſchirt/ ſetzet es in einen Keſſel heiß Waſſer/ laͤſſet es eineStunde langſieden. b

Thut es hernach ans dem heiſſen Waſſer/ ſeyhet es durch ein leinencsTuch in ein ander Geſchirꝛ und druckt es wol aus.

Hernach nimmt man friſche Blumen/ und thut ſolches in das abgeſieheneOll/ ſetzet es ein/ ſiedet es wieder/ und druckt es aus.

Dieſes thut manmit friſchen Blumenund vorigem Oel zum dritten mal/alsdann zum vierdten mal wüdder friſche Blumen daran/ und dreiſſig Tagelang an die Sonne geſtellet/ letzlich abgeſiehen/ und das Oel in ein Glaß ge-than/ thut ferner darzu G

Mußcat⸗Nuß/ N. j.

Cubeben⸗Koͤrner/ N. xv.

Naͤgtlem/ N. xxv.Stoͤſſet es in einem Moͤrſel zukleinem Pulver/ und ruͤhret es in das Oel/ ver-macht das Glaß/ ſetzet es wieder 14. Tagr an die Sonne/ ſo iſtes recht gemacht.

Nota. So man es wol⸗riechend machen will/ thut man ein wenig Bieſemgrein.Uſus.

Dieſes Oel iſt gar dienlich und koͤſtlich zur Erhaltung der Gedaͤchtnuͤß/die Puͤlſe und Schl ffe/ inglechem das Genick darmit Morgens und Abendsgeſchmieret/ und ſolches etliche Tage nach einander. Es has⸗ und dienet dem

t.baeh 4. Mußcat⸗Nuß⸗Oel.

Man nimmt 1. Pfund Mußcat⸗Nuͤſſt/ zerſtoͤſſet ſolche/ thut ſelbige inei-nen weiten Diſtillir⸗Kolben mit ſamt ein wenig gebrannten Wein/ alſo/ daßſie nur feucht darvon werden/ laͤſſet es 2 oder 3. Tage lang alſo ſtehen.

Hernach gieſſet man ſo viel Roſen⸗Waſſer daruͤber/ daß es zween Queer-Finger uͤber die geſtoſſene Nuͤſſe gehe/ vermacht den Helm⸗ diſtilliret es imge-linden Feuer/ biß das Waſſen heraus gefloſſen. Alsdann vom Feuer genom-men und extrahirt/ biß das Oelalles heruͤber gegangen.

Uſus.Dieſes Oel dienet zu dem bloͤden Magen; Dannes ſeaͤrcket denſelbigen.Iſt auch zu andern Sachen ſehr dienlich.Man mag ſich ſo wol inner⸗als aͤuſſerlich deſſen gebrauchen.

5.Spick-