994 Claſ XLI. Von der Hauß⸗Apotheck.—
Thut die Blumen in ein ſaubers Glaß/ oder zinnernes Geſchirr/ gieſſct dasBaum⸗Oel darzu/ alſo/ daß es uͤber die Blumen gehe.
Vermacht das Geſchirt/ ſetzet es in einen Keſſel heiß Waſſer/ laͤſſet es eineStunde langſieden. b
Thut es hernach ans dem heiſſen Waſſer/ ſeyhet es durch ein leinencsTuch in ein ander Geſchirꝛ und druckt es wol aus.
Hernach nimmt man friſche Blumen/ und thut ſolches in das abgeſieheneOll/ ſetzet es ein/ ſiedet es wieder/ und druckt es aus.
Dieſes thut manmit friſchen Blumenund vorigem Oel zum dritten mal/alsdann zum vierdten mal wüdder friſche Blumen daran/ und dreiſſig Tagelang an die Sonne geſtellet/ letzlich abgeſiehen/ und das Oel in ein Glaß ge-than/ thut ferner darzu G
Mußcat⸗Nuß/ N. j.
Cubeben⸗Koͤrner/ N. xv.
Naͤgtlem/ N. xxv.Stoͤſſet es in einem Moͤrſel zukleinem Pulver/ und ruͤhret es in das Oel/ ver-macht das Glaß/ ſetzet es wieder 14. Tagr an die Sonne/ ſo iſtes recht gemacht.
Nota. So man es wol⸗riechend machen will/ thut man ein wenig Bieſemgrein.Uſus.
Dieſes Oel iſt gar dienlich und koͤſtlich zur Erhaltung der Gedaͤchtnuͤß/die Puͤlſe und Schl ffe/ inglechem das Genick darmit Morgens und Abendsgeſchmieret/ und ſolches etliche Tage nach einander. Es has⸗ und dienet dem
t.baeh 4. Mußcat⸗Nuß⸗Oel.
Man nimmt 1. Pfund Mußcat⸗Nuͤſſt/ zerſtoͤſſet ſolche/ thut ſelbige inei-nen weiten Diſtillir⸗Kolben mit ſamt ein wenig gebrannten Wein/ alſo/ daßſie nur feucht darvon werden/ laͤſſet es 2 oder 3. Tage lang alſo ſtehen.
Hernach gieſſet man ſo viel Roſen⸗Waſſer daruͤber/ daß es zween Queer-Finger uͤber die geſtoſſene Nuͤſſe gehe/ vermacht den Helm⸗ diſtilliret es imge-linden Feuer/ biß das Waſſen heraus gefloſſen. Alsdann vom Feuer genom-men und extrahirt/ biß das Oelalles heruͤber gegangen.
Uſus.Dieſes Oel dienet zu dem bloͤden Magen; Dannes ſeaͤrcket denſelbigen.Iſt auch zu andern Sachen ſehr dienlich.Man mag ſich ſo wol inner⸗als aͤuſſerlich deſſen gebrauchen.
5.Spick-