Friedrich der Große.
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ermüdliche Thätigkeit seines Verstandes, sein herrisches Wesen,seine militairischen Gewohnheiten, alles lenkte ihn zu diesemgroßen Fehler hin. Er richtete sein Volk ab, wie er seine Gre-nadiere abrichtete. Capital und Gcwcrbslciß wurden durch eineMasse verkehrter Anordnungen von ihrer natürlichen Richtungabgeleitet. Es gab ein Kasfccmonopol, ein TabakSnionopol,ein Monopol für raffinirtcn Zucker. Das öffentliche Geld, mitdem der König in der Regel so sparsam war, wurde aufBcpflügcrivon Mooren, auf Anpflanzen von Maulbeerbaumcn inmittendes Sandes, auf Einführen von Schafen aus Spanien zur Ver-besserung der sächsischen Wolle, auf Aussetze» von Preisen fürfeines Garn, aus Erbauen von Porzellanfabrikcn, Tcppichfa-briken, Eisenmanufacturcn, Spitzenmanufacturcn mit vollenHänden vergeudet. Weder die Erfahrung anderer Regenten,noch seine eigene, konnte ihn jemals überzeugen, daß etwasmehr, als ein Edict und eine Vcrwilligung öffentlichen Geldes,erfordert werde, um ein Lyon, ein Brüssel, oder ein Birming-ham zu schaffen.
Für seine Handelspolitik gab es jedoch einige Entschuldi-gung. Es standen ihm berühmte Beispiele und das Vorurrheildes Volkes zur Seite. Wie schwer er irrte, so irrte er doch inGemeinschaft mit seinem Zeitalter. In anderen Vcrwaltungs-zweigen war sein Einmischen gänzlich ohne Entschuldigung.Er mengte sich in den Gang der Rechtspflege ebensogut, wie inden Gang des Handels, und setzte seine eignen rohen Begriffevon Billigkeit dem Gesetze entgegen, wie es durch die einmüthigeStimme der gewiegtesten Magistrate erklärt worden. Es fielihm niemals bei, daß von Männern, deren Leben im richterlichenErkennen über Fragen des bürgerlichen Rechtes verbracht wor-den . die Erfassung richtiger Ansichten über solche Fragen eherzu erwarten war, als von einem Fürsten, dessen Aufmerksam-