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Friedrich der Große.
„Vermeid', ich warne dich.
Sein tödtliches Geschoß, uns hoffe nicht.
Geschützt zu sein in dieser Strahlenwehr,
Kam auch von, Himmel sie; dem bösen PfeilKann Niemand widersteh'», als Gott der Herr."
Wir können uns nicht dabei verweilen, zu erzählen, wieoft jenes seltne Talent gegen achtungswürdige Nebenbuhler an-gewendet wurde, wie oft es gebraucht wurde, um Feinde zu er-drücken und zu quälen, die nur schweigender Verachtung werthwaren, wie oft es zu dem schädlicheren Zwecke verkehrt wurde, denletzten Trost irdischen Elends und den letzten Zügel irdischerMacht zu vernichten. Ebensowenig können wir uns dabei ver-weilen, zu berichten, wie oft es gebraucht wurde, Gerechtigkeit,Menschlichkeit und Duldsamkeit, die Grundsätze gesunder Phi-losophie, die Grundsätze freien Staatswcsens zu vertheidigen.Hier ist nicht der Ort für eine vollständige Charakteristik Vol-taires.
Ursachen zum Streit vervielfachten sich rasch. Voltaire,der, theils aus Liebe zum Geld und theils aus Liebe zur Auf-regung, immer ein Freund des BörsenspeculirenS war, wurdein Geschäfte von mindestens zweifelhaftem Charakter verwickelt.Der König war erfreut, eine solche Gelegenheit zu habe», seinenGast zu demüthigen, und bittere Vorwürfe und Beschwerdenwurden ausgetauscht. Voltaire gcrieth auch bald in Streit mitden anderen Literatcn, die den König umgaben, und dies ärgerteFriedrich, der gleichwohl selbst am meisten zu tadeln war, da er,aus jener Lust am Ouälen, die bei ihm eine herrschende Lei-denschaft war, beständig ausschweifende Lobeserhebungen ankleine Menschen und schlechte Schriften verschwendete, lediglichum- sich an dem Aergcr und der Wuth zu ergötzen, welche Vol-taire bei solchen Gelegenheiten zu verbergen sich keine Mühegab. Se. Majestät hatte jedoch bald Ursache, die Mühe zu be-