Band 
Fünfter Band.
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Friedrich der Große.

Joche loszumachen, und daß er, in dem Acte der BesiegungSoubise's, unabsichtlich einen Geist erweckte, welcher bald denlitcrarischen Vorrang Boilcau's und Voltaires zu bestreikenanfing. So seltsam verwirren Ereignisse die ganzen Plane desMenschen. Ein Fürst, der bloß Französisch las, der bloß Fran-zösisch schrieb, der nach dem Range eines französischen Klassikersstrebte, wurde, ganz unbewußt, das Mittel, den halben Konti-nent von der Herrschaft jener französischen Kritik zu befreien, de-ren Sklave er selbst bis an das Ende seincsLebcns war. Gleich-wohl kam selbst der Enthusiasmus Deutschlands zu GunstenFriedrichs kaum dem Enthusiasmus Englands gleich. DerGeburtstag unsers Bundesgenossen wurde mit ebensoviel Begei-sterung gefeiert, wie der unsers eignen Souvcrains, und zurNacht erglänzten die Straßen Londons von Festbeleuchtungen.Portraits des Helden von Roßbach, mit seinem dreieckigen Huteund langen Zopfe, waren in jedem Hause. Ein aufmerksamerBeobachter wird noch heutiges Tages in den Gastzimmern vonGasthöftn alten Schlages und in den Mappen der Bildcrhänd-lcr zwanzig Portraits von Friedrich sür eines von Georg II.finden. Die Schildermaler waren überall beschäftigt, den Ad-miral Vernon in den König von Preußen umzupinseln. Die-ser Enthusiasmus war besonders unter religiösen Leuten undbesonders unter den Methodisten stark, welche wußten, daß dieFranzosen und Oesterreicher Papisten waren, und in Friedrichden Josua oder Gideon des reformirtcn Glaubens vermutheten.Einer der Zuhörer Whitfield's machte an dem Tage, an wel-chem die Danksagung für die Schlacht von Leuthen vor demTabernakel stattfand, folgenden ungemcin drolligen Eintrag inein Tagebuch, von welchem ein Theil aus uns hcrabgekommenist: „Der Herr erweckte den König von Preußen und seine Sol-daten zum Gebet. Sie hielten drei Fasttage und verbrachten