Band 
Fünfter Band.
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Friedrich der Große.

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zu demen von Lothringen auf. Westfalen und Nicdersachsenwaren von einem großen -Heere Fremder überschwemmt worden,deren «Sprache unverständlich war und deren übermüthige nndzügelloosc Manieren die stärksten Gefühle des Widerwillens undHasses« erweckt hatten. Jenes große Heer war von einer kleinenSchaair deutscher Krieger, geführt von einem Fürsten deutschenGeblüttcs auf Vater- und Mutterscite, und durch das schöneHaar und das helle blonde Auge Deutschlands bezeichnet, indie Fluicht geschlagen worden. Niemals seit der Auflösung desReichccs Karl's des Großen hatte der teutonische Stamm einsolches- Feld gegen die Franzosen gewonnen. Die Kunde davonrief eiuien allgemeinen Ausbruch des Entzückens und Stolzes inder Geesammtheit des großen Stammes hervor, der die vielfachenMundarten der alten SpracheArmins redete. Friedrich's Ruhmbegänne, in gewisser Maße, die Stelle einer gemeinsamen Regie-rung rund einer gemeinsamen Hauptstadt zu ersetzen. Er wurdeein Vcercinigungspunkt für alle echte Deutsche, ein Gegenstandwechselseitiger Beglückwünschung für den Bayer und denWcstfalen,für dem Bürger von Frankfurt und den Bürger von Nürnberg.Jetzt e:rst war es offenbar, daß dieDeutschcn wirklich eineNationwaren.. Jetzt erst war jener vaterländische Geist zu erkennen,der 1813 die große Befreiung Mitteleuropas vollbrachte, undder moch immer die alte Freiheit des Rheins gegen fremdenEhrgcnz bewacht und noch lange bewachen wird.

'Auch waren die durch jenen gefeierten Tag erzeugten Wir-kungen: nicht bloß politisch. Die größten Meister deutscherDichtkunst und Beredsamkeit haben zugegeben, daß, obwohl dergroße König seine heimische Sprache weder schätzte, noch ver-stand, obwohl crFrankreich für den einzigen Sitz des Geschmackesund d>er Philosophie ansah, er doch, ihm selbst zum Trotz, vieldazu ibeitrug, den Genius seiner Landsleute von dem fremden