Band 
Fünfter Band.
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Friedrich der Große.

Heer um wahrscheinlich mehr als 5-0,000 Mann zu verstärken.Pitr, jetzt auf dem Gipfel der Macht und Volksgunst, übernahmdie Aufgabe, Westdeutschland gegen Frankreich zu vertheidigen,und bat Friedrich nur, einen General zu leihen. Der auser-schene Befehlshaber war Prinz Ferdinand von Braunschweig,der hohe Auszeichnung im preußischen Dienste erlangt hatte.Er wurde an die Spitze einer theils englischen, theils hanno-verischen Armee gestellt, die zum Theil aus den kleinen Reichs-fürstcn abgcmicthcten Truppen bestand. Er rechtfertigte balddie Wahl der zwei verbündeten Höfe, und erwies sich als derzweite Feldherr der Zeit.

Friedrich verbrachte den Winter zu Breslau, mit Lesen,Schreiben und Vorbereitungen auf den nächsten Feldzug. DieVerwüstung, die der Krieg unter seinen Truppen angerichtethatte, wurde rasch gutgemacht, und im Frühjahr 1758 war erwieder fertig zum Kampfe. Prinz Ferdinand hielt die Franzo-sen in Schach. Der König marschirtc inzwischen, nachdem ergegen die Ocstcrrcichcr einige Operationen versucht hatte, die zukeinem sehr bedeutenden Ergebnisse führten, zur Bekämpfungder Russen, welche metzelnd, brennend und überall, wohin siesich wendeten, verwüstend, bis in das Herz seines Reiches ge-drungen waren. Er lieferte ihnen bei Zorndorf, in der Nahevon Frankfurt an der Oder, eine Schlacht. Das Gefecht warlang und blutig. Pardon wurde weder genommen, noch ge-geben; denn die Deutschen und Scythen betrachteten einandermit bitterem Widerwillen, und der Anblick der von den halb-wilden Eindringern begangenen Verheerungen hatte den Königund sein Heer entrüstet. Die Russen wurden mit großem Ge-metzel geworfen, und einige Monate lang war keine weitere Ge-fahr aus dem Osten zu befürchten.

Ein Danksagungstag wurde vom König ausgeschrieben