Band 
Fünfter Band.
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Bertrand Barere.

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melte in seltsamen Tänzen inmitten des Blutvergießens. Dannkam ein Plötzlicher und heftiger Glückswechsel. Der elendeMensch wurde von der Höhe des Glückes in hoffnungslosenRuin und Schande hinabgestürzt. Der Schlag machte ihn aufeinmal nüchtern. Die Dünste seines schrecklichen Rausches ver-gingen. Aber er war jetzt so unverbesserlich verderbt, daß dieSchule der Widerwärtigkeit ihn nur weiter in die Ruchlosigkeittrieb. Grausame Laster, die man nie bei ihm gcargwöhnt hatte,waren durch die Macht in ihm entwickelt worden. Eine andereClasse von Lastern, weniger gehässig vielleicht, aber verächtlicher,wurde jetzt durch Armuth und Schmach in ihm entwickelt.Nachdem er die ganze Welt durch große, unter dem Verwanddes Eifers für Freiheit verübte Verbrechen erschreckt hatte,wurde er das gemeinste der Werkzeuge des Despotismus. Esist nicht leicht, die Rangfolge unter seinen Lastern festzustellen ,aber wir sind geneigt, zu meinen, daß seine Niederträchtigkeitim Ganzen etwas Selteneres und Wundersameres war, alsseine Grausamkeit.

Das ist die Ansicht, die wir schon lange von Baröre'sCharakter gefaßt haben; aber bis wir diese Memoiren gelesen,hegten wir unsere Meinung mit dem Mißtrauen, das einemRichter gebührt, der bloß Eine Seite gehört hat. Der Fallschien stark und theilweise unbestreitbar; indeß wußten wirnicht, was die angeklagte Partei für sich zu sagen haben möge,und da wir nicht sehr geneigt sind, unsere Mitmenschen sei esfür Engel des Lichts oder für Engel der Finsterniß zu halten,so konnten wir nicht umhin, einigen Verdacht zu fühlen, daßseine Vergehen übertrieben worden seien. Dieser Verdacht istjetzt zu Ende. Die Vertheidigung liegt vor uns. Sie umfaßtvier Bände. Sie war das Werk von vierzig Jahren. Es würdeungereimt sein, anzunehmen, daß sie nicht jede ernste Beschul-