Gertraud Barere.
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Geschöpfe verschwendet werden, die zu lange als bevorrechtetbetrachtet worden sind. Aber hinter ihnen lauert ein Weib, dasdie Ursache aller Unfälle Frankreichs gewesen ist, und dessenAntheil an jedem der Revolution feindlichen Entwürfe manschon lange kennt. Die Gerechtigkeit der Nation nimmt ihreRechte auf dasselbe in Anspruch. Das zum Processe der Ver-schwörer bestellte Tribunal ist es, vor welches es geschickt wer-den muß. Nur indem Ihr das österreichische Weib trefft,könnt Ihr Franz und Georg, Karl und Wilhelm die Verbre-chen erkennen machen, die ihre Minister und ihre Heere begangenhaben." Der Redner schloß mit dem Antrage, daß Marie An-toinette vor Gericht gestellt und zu diesem Ende sofort in dieConciergerie versetzt werden solle, und baß die sämmtlichen Mit-glieder des Hauses Capet, nnt Ausnahme derer, die unter demSchwerte des Gesetzes ständen und der beiden Kinder Ludwig's,von dem französischen Gebiete verbannt werden sollten. DerAntrag ging ohne Debatte durch.
Nun wer war es, der diese Rede hielt und diesen Antragstellte? Es war Baröre selbst. Es ist demnach klar, daß Ba-röre seine eigne Frechheit und Barbarei Einem zuschrieb, der,was immer seine Verbrechen gewesen sein mögen, an dieserSache unschuldig war. Die einzige Frage bleibt noch, ob Ba-röre durch sein Gedächtniß irregeführt wurde, oder eine vorbe-dachte Unwahrheit schrieb.
Wir sind überzeugt, daß er eine vorbedachte Unwahrheitschrieb. Sein Gedächtniß wird von seinen Herausgebern alsbemerkenswerth gut geschildert, und müßte fürwahr schlecht ge-wesen sein, wenn er sich eines derartigen Factums nicht hätteerinnern können. Es ist wahr, die Zahl der Mordthaten, andenen er nachgehcnds theilgenommen, war so groß, daß er wohldie eine mit der anderen verwechseln konnte, daß er wohlv. 11