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Bertrand Barere.
vergessen konnte, welcher Theil der täglichen Hekatombe von ihmselbst und welcher von seinen Kollegen zum Tode bestimmt wor-den war. Allein zwei Umstände machen es ganz unglaublich,daß der Antheil, den-er an dem Tode Marie Antoinckten's ge-habt, seiner Erinnerung entgangen sein sollte. Sie war einesseiner frühesten Opfer. Sie war eines seiner erlauchtestenOpfer. Der verhärtetste Meuchelmörder erinnert sich des erstenMales, wo er Blut vergoß, und die Witwe Ludwig's war keinegewöhnliche Dulderin. Hätte es sieb um irgend eine Putzmache-rin gehandelt, die geschlachtet worden, weil sie in ihrer Dach-kammer ihren Bruder versteckt hatte, der ein Wort gegen denZakobinerclub fallen gelassen, hätte es sich um irgend eine alteNonne gehandelt, die zum Tode geschleift worden, weil sie überihrem Rosenkranz was man fanatische Worte nannte gemur-melt, so hätte Barörc's Gedächtniß ihn wohl täuschen können.Es würde ebenso unvernünftig sein, zu erwarten, daß er allerder Unglücklichen, die er tvdtschlug, wie daß er sich aller derPrisen Schnupftabak erinnern sollte, die er genommen. Aberwenn auch Barere viele Hunderte menschlicher Wesen mordete,so mordete er doch nur Eine Königin. Daß Er, ein kleinerAdvocat aus der Provinz, der wenige Jahre früher sich durcheinen Blick oder ein Wort von der Tochter so vieler Cäsarcngeehrt gehalten haben würde, sie das österreichische Weib heißen,sie von Kerker zu Kerker schicken, sie dem Scharfrichter überant-worten sollte, war sicher ein großes Ercigniß in seinem Leben.Ob er Ursache hatte, stolz darauf zu sein, oder sich desselben zuschämen, ist eine Frage, über die wir vielleicht mit seinen He-rausgebern verschiedener Meinung sind; aber wir denken, siewerden zugeben, daß er es nicht vergessen haben konnte.
Wir beschuldigen Baröre daher zuversichtlich, daß er einebedachte Unwahrheit geschrieben, und wir nehmen keinen An-