Band 
Fünfter Band.
Seite
166
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Btrlran d Barere.

mehrere Preise, einen für einen Panegyrikus auf Ludwig XU.,worin die Segnungen der Monarchie und die Loyalität der fran-zösischen Nation dargestellt waren, und einen anderen für einenPanegyrikus auf den armen Franc de Pompigna», worin, wieman sich leickt vorstellen kann, die Philosophie des >8. Jahr-hunderts scharf angegriffen wurde. Dann fand Barürc einenalten, mit drei lateinischen Vorteil beschriebenen Stein, undschrieb eine Abhandlung darüber, die ihm einen Sitz in einergelehrten Akademie verschaffte, welche die Toulouser Akademieder Wissenschaften, Inschriften und schönen Literatur hieß.Endlich wurden die Pforten der Akademie der Blumcnspiele sovielem Verdienste eröffnet. In seinem 33. Jabre nahm Barereseinen Platz als Einer dieser berühmten Bruderschaft ein, undhielt eine Antrittsrede, die sehr bewundert wurde. Er ent-schuldigt sich, daß er diese Triumphe seines jugendlichen Ge-nius erzähle. Wir gestehen, daß wir ihn nicht tadeln können,weil er so lange bei dem mindest schimpflichen Theile seinesDaseins verweilt. Declamationen für von Provinzialakade-mieen ausgesetzte Preise einzuschicken, ist zwar keine sehr nütz-liche oder würdige Arbeit für einen Mann, der einen Bart hat;aber es würde gut gewesen sein, wenn Barere immer so be-schäftigt gewesen wäre.

1785 heirathete er eine junge Dame von beträchtlichemVermögen. Ob sie in anderen Beziehungen geeignet war, einenhäuslichen Heerd zu beglücken, ist ein Punkt, in Betreff dessenwir unvollkommen unterrichtet sind. In einer kleinen Schrift,unter dem Titel: Schwermüthigc Seiten, die 1797 geschriebenwurde, behauptet Barere, daß seine Heirath eine bloße Con-venienzheirath gewesen sei, daß sein Herz am Altare von sorgen-vollen Ahnungen bedrückt war, daß er blaß wurde, als er dasfeierliche „Ja" aussprach, daß unfreiwillige Thränen an seinen