Band 
Fünfter Band.
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Bertrand Barere»

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ausschlaggebende Votum. Wenige Wo chen später finden wirihn gegen die Grundsätze dieser erhabenen und schönen Ver-fassung wüthen. Deputirte des Adels und Klerus in die Legis-latur zulassen, ist, sagt er, nicht mehr noch weniger, als Feindeder Nation in die Legislatur zulassen.

In diesem Geisteszustände, ohne irgend eine festgestellteAbsteht oder Meinung, der Sklave des letzten Wortes, Royalist,Aristokrat, Demokrat je nach der vorherrschenden Gesinnungdes Kaffeehauses oder BksuchzimmcrS, in das er eben geblickthatte, trat Baröre in das öffentliche Leben. Die allgemeinenStände waren entboten worden. Baröre ging in seine eigneProvinz hinunter, wurde hier zu einem Vertreter des drittenStandes erwählt, und kehrte im Mai 1789 nach Pariszurück.

Eine große, oftmals vorausgesagte Krisis war endlichherangekommen. In keinem Lande haben, unsers Erachtens,geistige Freiheit und politische Knechtschaft so lange neben ein-ander bestanden, als in Frankreich während der siebzig bisachtzig Jahre, die der letzten Zusammenberufung der Ständevorhergingen. Alte Misbräuche und neue Theoriecn blühten ingleicher Kraft neben einander. Das Volk, das keine ver-fassungsmäßigen Mittel besaß, auch nur die schuldbeladensteMisregierung zu zügeln, wurde für die Unterdrückung dadurchentschädigt, daß ihm gestattet ward, in anarchischer Specula-tion zu schwelgen, und jedes Princip, auf dem die Institutio-nen des Staates beruhten, zu läugnen, oder lächerlich zu ma-chen. Weder Die, welche den Sturz der alten französischen In-stitutionen den öffentlichen Beschwerden zuschreiben, noch Die,welche ihn den Lehren der Philosophen zuschreiben, scheinenuns mehr als eine Hälfte des Gegenstandes in's Auge gefaßt zuhaben. Ebenso drückende Beschwerden sind oftmals erduldet