Band 
Fünfter Band.
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Bertrand Barere.

um einer so schweren Verantwortlichkeit auszuweichen, Erlaub-niß erhielt, seinem Geburtsorte einen Besuch zu machen. Esist gewiß, daß er Paris zeitig im Jahre 1792 verließ und einigeMonate im südlichen Frankreich verbrachte.

Mittlerweile wurde es klar, daß die Konstitution von 1759nicht gehen wollte. Es war in der That nicht zu erwarten,daß eine sowohl in ihren Principien, wie in ihren Einzelheitenneue Verfassung gleich anfangs mit Leichtigkeit gehen sollte.Hätte die oberste Magistratsperson das gänzliche Zutrauen desVolkes genossen, hätte sie ihre Rolle mit äußerstem Eifer, Treueund Geschicklichkeit ausgeführt, hätte der vertretende Körper die ge-summten weisesten Staatsmänner Frankreichs umfaßt, die Schwie-rigkeiten würden vielleicht immer noch unüberwindlich erfundenworden sein. In der That aber wurde der Versuch unter denungünstigsten Umständen gemacht. Der König, sehr natürlicher-weise, haßte die Konstitution. In der Gesetzgebenden Versamm-lung befanden sich Männer von Geist und Männer von gutenAbsichten, aber nicht ein einziger Mann von Erfahrung. Gleich-wohl ist es möglich, daß, wenn man Frankreich seine eignenAngelegenheiten ohne fremde Einmischung hätte abmachenlassen, die nachfolgenden Drangsale vermieden worden wären.Der König, der, bei vielen guten Eigenschaften, träge und sinn-lich war, härte sich vielleicht über seine verlorenen Rechte mitseiner ungeheuren Civilliste, mit seinen Palästen und Zagdgrün-den, mit Suppen, pcrigorder Pasteten und Champagner getrö-stet. Das Volk, in dem Genusse der werthvollcn Reformen,welche die Nationalversammlung, inmitten aller ihrer Misgriffe,bewerkstelligt hatte, würde nicht leicht von Demagogen zu Hand-lungen der Grausamkeit aufgeregt worden sein; oder, wennHandlungen der Grausamkeit verübt worden wären, so würdendiese Handlungen wahrscheinlich eine schleunige und heftige Re-