Vertraut Barere.
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Stimme gegen Las Todesurthcil abgegeben, so würde» die Kö-nigsmörder in der Minderzahl gewesen sein. Es ist wahrschein-lich , daß eine sofortige Berufung aus die Gewalt erfolgt wäre.Die Girondisten konnten vielleicht siegreich sein. Im schlimm-sten Falle würden sie mit unbefleckter Ehre gefallen sei». So-viel ist gewiß, daß ihre Kühnheit und Redlichkeit unmöglicheine schlimmere Wirkung hätten erzeugen können, als durch ihreZaghaftigkeit und ihre Listen wirklich erzeugt wurde.
Barüre, wie wir gesagt haben, hielt bei dieser Gelegenheitzu dem Berge. Er stimmte gegen die Berufung an das Volkund gegen die Aufschiebung. Auch sein Bcnehmeu und seineSprache waren weit verschieden von denen der Girondisten.Ihre Herzen waren schwer, und ihre Haltung die von Sorgeerdrückter Menschen. Es war Vergniaud's Amt, das Ergeb-niß der Abstimmung zu verkündigen. Sein Gesicht war blaßund er zitterte vor Bewegung, wie er mit einer leisen und ge-brochenen Stimme verkündete, daß Ludwig zumTode verurtheiltsei. Es ist wahr, Baröre war in der Kunst, in TodesworteSpäße und Witze zu mischen, noch nicht zu ganzer Vollendunggediehen; aber er gab bereits Vorzeichen seiner zukünftigen Aus-zeichnung in diesem hohen Zweige jakobinischer Rednerkunst.Er schloß seine Rede mit einem seines Kopfes und Herzens wür-digen Satze. „Der Baum der Freiheit," sagte er, „blüht,wie ein alter Schriftsteller bemerkt, wenn er mit dem Blute allerClassen von Tyrannen begossen wird." M. Hippolhte Carnothat diese Stelle angeführt, in der Absicht, wie wir vermuthen,seinem Helden Ehre zu erweisen. Wir wünschten, daß eineNote beigefügt worden wäre, die uns belehrt hätte, welchen altenSchriftsteller Barere citirte. In dem Lause unserer geringenLecture in den griechischen und lateinischen Schriftstellern istes uns nicht begegnet, auf Freiheitsbäume und Gießkannen