Bertrand Barere.
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Pardon zu erhalten, ohne irgend eine Genugthuung zu leisten.Es war nothwendig, wenn er bei seinen neuen Herren Gnadezu finden hoffte, nicht bloß ein schweigender und unthätigerSklave zu sein. Was zwischen ihm und ihnen privatim vor-ging, kann nicht genau berichtet werden. Der Ausschuß deröffentlichen Sicherheit wurde erneuert. Einige der Heftigstender herrschenden Faction, Couthon z. B. und St. Just, wurdenan die Stelle gemäßigterer Politiker gesetzt; aber Baröre dursteseinen Sitz in der Behörde behalten.
Die Nachsicht, mit der er behandelt wurde, erregte dasMurren einiger starren und feurigen Eiferer. Marat klagte,in den allerletzten Worten, die er schrieb, in Worten, die erstveröffentlicht wurden, als der Dolch Charlotte Corday's Frank-reich und die Menschheit gerächt hatte, daß ein Mensch, derkeine Grundsätze habe, der immer auf der Seite des Stärkstengewesen sei, der ein Rohalist gewesen sei, und der bereit sei, imFalle eines Glückswcchsels, wieder ein Rohalist zu werden, miteinem bedeutsamen Antheil an der Verwaltung betraut werdensolle.*) Doch die Häupter des Berges urtheilten richtiger.Sie wußten zwar so gut, wie Marat, daß Baröre ein Menschohne alle Treue oder Beständigkeit war, daß, wenn man ihmirgend eine politische Richtung zuschreiben konnte, seine Rich-tung nicht auf sie hin ging, daß er für die girondistische Parteijene schwache und wankende Art von Vorliebe empfand, derenallein seine Natur fähig war, und daß, wenn es ihm freige-standen hätte, seine Wahl zu treffen, er lieber Robespicrre undDanton gemordet haben würde, als Vergniaud und Gcnscnne.Aber sie schlugen jenen Leichtsinn, der ihn gleichmäßig zu ernst-
*) Siehe den ?ukl,cisle vom 14. Juli 1793. Marat wurdeam Abend des 13. erstochen.