Band 
Fünfter Band.
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Bertrand Barere.

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zu^berichten, wie er, ein Literat, ein Mitglied einer Akademieder Inschriften, voranging in jenem Kriege gegen Gelehrsam-keit, Kunst und Geschichte, der die jakobinische Regierung schän-dete; wie er eine allgemeine Verbrennung der Bibliotheken em-pfahl; wie er erklärte, daß alle Berichte von der Revolutionvorausgehenden Ereignissen zu vernichte» seien; wie er die Ab-tei von St. Denys verwüstete, durch die Verehrung von Jahr-hunderten geheiligte Denkmäler niederriß, und den Staub alterKönige in den Wind streute. In Wahrheit, er war selten sogut beschäftigt, als wenn er sich einen Augenblick von dem Be-kämpfen der Lebenden zu dem Bekämpfen der Todten wendete.

Ebenso überflüssig würde es sein, sich über seine sinnlichenAusschweifungen zu verbreiten. Daß bei Baröre, wie bei derganzen Brüt der Neros, Caligulas und Domitiane, denen erähnelte, Wollüstigkeit mit Grausamkeit gemischt war, daß ersich zweimal in jeder Decade von dem Blutwerk zu den lachen-den Gärten von Clichy zurückzog, und hier in dem Rausche desWeines und in den Armen von Buhldirnen die öffentlichenSorgen vergaß, ist oft wiederholt worden. M. Hippolyte Car-not läugnct die Wahrheit dieser Geschichten nicht gänzlich, be-merkt aber mit Recht, Baröre's Ausschweifung sei niemals so-weit getrieben worden, daß sie seinen Fleiß behindert hätte.Nichts kann wahrer sein. Baröre war keineswcges der Völlereiso ergeben, daß er das Werk des Mordes vernachlässigt hätte.Er rühmte sich, daß er selbst während seiner Stunden der Er-holung Arbeit für das Revolutionstribunal aussann. Denen,die eine Besvrgniß äußerten, seine Anstrengungen würden seinerGesundheit schaden, antwortete er heiter, daß er weniger be-schäftigt sei, als sie dächten. „Die Guillotine," sagte er, „machtalles; die Guillotine regiert." Unseres Theiles sind wir vielmehr geneigt, die Vergnügungen, die er sich erlaubte, als das