Bcrtrand Barer«.
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morden sein; nationale Feindschaften würden zu einem Gradeder Wuth entflammt worden sein, den sich vorzustellen zumGlücke nicht leicht für uns ist. Der sittliche Char aller der euro-päische» Nationen wäre rasch und tief verderbt worden; denn inallen Ländern genießen jene Männer, deren Beruf es ist, ihrLeben zur Vertheidigung des Gemeinwohls in die Schanze zuschlagen, hoher Berücksichtigung und werden als die bestenSchiedsrichter über Ehrcnpunktc und männliches Verhalten be-trachtet. Mit dem in dem militairischen Berufe bestehendenMaßstab der Sittlichkeit muß der allgemeine Maßstab der Sitt-lichkeit in großem Maße sinken, oder steigen. Es ist daher einglücklicher Umstand, daß, während eines langen Laufes von Jah-ren, Rücksicht auf den Schwachen und Milde gegen den Besieg-ten als für den vollendeten Soldaten nicht weniger wesentlicheEigenschaften gegolten haben, wie persönlicher Muth. Wielange würde dies fortfahren, stattzufinden, wenn das TodtenGefangener ein Theil der täglichen Pflicht des Kriegers wäre?Welcher Mensch von mildem und großmüthigem Wesen würdeunter einem solchen Systeme willig die Waffen tragen? Wer,der gezwungen wäre, die Waffen zu tragen, würde lange fort-fahren, mild und großmüthig zu sein? Und ist es nicht gewiß,daß, wenn Barbarei gegen den Hilflosen ein Eharakterzug desMilitairstandes würde, die Vcrdcrbniß sich rasch in das bürger-liche und das häusliche Leben verbreiten, und sich in allem Ge-bühren des Starken mit dem Schwachen, der Ehegatten mitFrauen, der Arbeitshcrren mit Arbeitern, der Gläubiger mitSchuldnern zeigen müßte?
Doch, Dank sei Gott, Baröre's Decret war ein bloßer tod-ter Buchstabe. Es war durch ganz andere Männer auszufüh-ren, als die im Inneren Frankreichs die Werkzeuge des Sicher-heitsausschusses waren, die in Jakobincrclubs schwatzten, und zu