Band 
Fünfter Band.
Seite
229
JPEG-Download
 

Bntrand Barere.

229

Grenadieren versucht wurde, die die Narben von Hondschootetrugen und von dein Dampf von Fleurus versengt waren.

Bardre fand jedoch einigen Trost. Wenn es ihm nichtgelang, die Engländer und die Hannoveraner zu morden, sowurde er durch eine neue und ausgedehnte Metzelei seiner eige-nen Landsmänner und Landsmänninnen reichlich entschädigt.Wenn die Vertheidigung, die für die Mitglieder des Sicherhcits-ausschusses aufgestellt worden ist, wohlbcgründct gewesen wäre,wenn es wahr gewesen wäre, daß sie nur deshalb mit äußersterStrenge regierten, weil die Republik in der äußersten Gefahrwar, so ist es klar, daß die Strenge abgenommen haben würde,wie die Gefahr abnahm. Thatsächlich aber ist es, daß jene Grau-samkeiten, die mau mit der öffentlichen Gefahr entschuldigenwill, immer enormer wurden, wie die Gefahr immer geringerward, und die volle Höhe erreichten, wie überhaupt gar keineGefahr mehr bestand. Im Herbste 1793 hatte man unstreitigGrund, zu besorgen, Frankreich möge außer Stand sein, denKampf gegen die europäische Coalitiou zu bestehen. Der Feindwar siegreich an den Grenzen. Mehr als die Hälfte der Depar-tements vcrläugnete die Autorität des Convents. Dennochwurden zu jener Zeit acht oder zehn Hälse des Tags für einereichliche Bewilligung an die Guillotine der Hauptstadt gehal-ten. Im Sommer 1794 hatten sich Bordeaur, Toulou, Caen,Lyon, Marseille, dem Ucbergcwichte von Paris gefügt. Diefranzösischen Waffen waren siegreich unter den Pyrenäen undan der Sambre. Brüssel war gefallen. Preußen hatte seine Ab-sicht erklärt, sich von dem Kampfe zurückzuziehen. Die Republik,nicht länger zufrieden, ihre eigene Unabhängigkeit zu vertheidi-gen, begann, auf Eroberung jenseits der Alpen und des Rheineszu denken. Sie war jetzt furchtbarer für ihre Nachbarn, alsLudwig XIV. jemals gewesen war. Und jetzt war das Rcvolu-