Band 
Fünfter Band.
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Bertrand Barere.

Staatsmännern Robcspierre und St. Just waren, deren Grau-samkeit die Wirkung des Einflusses war, welchen aufrichtigerFanatismus aus beschränkten Verstand und herbe Naturenäußert. Der Schlechteste der Sechs war, außer allem Zweifel,Barörc, der keinen Glauben an irgend einen Theil des Syste-mes hatte, das er durch Verfolgung aufrechthielt; der, währender seine Mitmenschen zum Tode schickte, weil sie Drittgcschwi-stcrtind mit Royalistcn waren, sich nicht im Mindesten darüberentschieden hatte, ob eine Republik besser sei, als eine Mo-narchie; der, während er dcS Föderalismus halber seine altenFreunde tödtete, selbst weit mehr ein Föderalist war, als irgendeiner von ihnen; der lediglich seiner Sicherheit halber ein Mör-der geworden war, und der lediglich seines Vergnügens halberfortfuhr, ein Mörder zu sein.

Die Menge hat die Tendenz, alles zu verkörpern. ZumRepräsentanten jeder großen Bewegung des Volksgcistes,jeder großen Umwälzung in den menschlichen Angelegenheitenwird irgend ein Individuum ausgewählt, und oft sehr einstchts-los ausgewählt, und auf dieses Individuum wird die ganze Liebeund der ganze Haß, die ganze Bewunderung und die ganzeVerachtung vereinigt, die es von Rechtswegen mit einer ganzenPartei, einer ganzen Secte, einer ganzen Narion, einem ganzenMcnschenalter theilen sollte. Vielleicht kein menschliches Wesenhat soviel von dieser Neigung der Menge gelitten, wie Robcs-picrre. Er gilt nicht bloß für das was er war, ein neidischerböswilliger Eiferer, sondern für den eingefleischten Schrecken,für den pcrsonificirten Jakobinismus. Die Wahrheit ist, daßnicht er es war, durch den das Schrcckenssystem zum letztenErirem gesteigert wurde. Die schrecklichsten Tage in der Ge-schichte des Pariser Revolutionstribunals waren die, welche dem9. Thermidor unmittelbar vorhergingen. Robcspicrre hatte