Bertrand Barere.
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schlimmen Tage entfaltet hatten, verstärkte Herrschaft. Ver-feinerte Sitten, ritterliche Gesinnungen kamen im Gefolg derLiebe. Das Aufdämmern des arktischen Sommcrtagcs nachder arktischen Winternacht, das große Aufgehen der Wasser,das Erwache» des animalischen und vegetabilischen Lebens, dasplötzliche Mildwcrdcn der Lust, das plötzliche Aufblühen derBlumen, das plötzliche Hervorbrechen des Grüns ganzer Wäl-der ist nur ein schwaches Bild für jene glücklichste und fröh-lichste der Revolutionen, die Revolution des 9. Thcrmidor.
Doch inmitten der Neubclcbung aller gütigen und hoch-herzigen Gcstnnungcu gab es Eine Abtheilung der Gesellschaft,gegen welche Barmherzigkeit selbst nach Rache zu rufen schien.Die Häupter der vorigen Regierung und ihrer Werkzeuge wur-den jetzt niemals anders genannt, als: die Blutmenschen,die Bluttrinkcr, die Kannibalen. In einigen Theilen Frank-reichs, wo die Creaiuren des Berges mit besonderer Barbareiverfahren waren, nahm die Volksmasse das Gesetz in ihre eige-nen Hände und theilte Gerechtigkeit nach jakobinischem Maßeaus; zu Paris aber wurden die Strafen mitOrdnung und An-stand verhängt und waren wenig im Vergleich zu der Zahl undgelind im Vergleich zu der Abscheulichkeit der Verbrechen. Baldnach dem 9. Thcrmidor wurden zwei der schlechtesten Menschen,Fouguier Tinville, den Barere an das Revolutionstribunalgebracht hatte, und Lebon, den Baröre im Konvente vertheidigthatte, in Hast gebracht. Ein dritter Bösewicht theilte bald ihrSchicksal, Caricr, der Tyrann von Nantes. Die Processe die-ser Menschen brachten Gräucl ans Licht, welche alles übertrafen,was Sueton und Lampridius von den ärgsten Cäsaren berichtethaben. Doch es war unmöglich, untergeordnete Agenten zustrafen, die, wie schlecht sie auch waren, doch in Uebereinstim-mung mit dem Geiste der Regierung gehandelt hatten, der sie