Band 
Fünfter Band.
Seite
241
JPEG-Download
 

Bertranb Barere.

241

Seine Stärke war erprobt worden. Militairische Mittel stan-den zu seinem Befehle. Der Tumult wurde unterdrückt undan demselben Abende wurde beschlossen, daß Collot, Billaudund Barere unverzüglich an einen entfernten Haftort gebrachtwerden sollte».

Am nächsten Tage wurde der Befehl des Convents aus-geführt. Der Bericht, den Barere über seine Reise gegebenhat, ist der interessanteste und glaubwürdigste Theil dieser Me-moiren. Es giebt keinen so ehrlosen Zeugen, dessen Rede gegenihn selbst ein Gerichtshof nicht annehmen wird, und selbst Ba-rere kann man glauben, wenn er uns erzählt, wie sehr er ge-haßt und verachtet wurde.

Das Fuhrwerk, in dem er reisen sollte, fuhr, von bewaffne-ten Männern umgeben, die Straße St. Honorö entlang. Baldsammelte sich ein Haufen um dasselbe und wuchs jeden Augen-blick. Auf der langen Reihe von Stufen vor der KircheSt. Roch standen Reihen von eifrigen Zuschauern. Barereglaubte sein Leben in Gefahr und wurde, auf sein eignes Er-suchen, in ein Vchördenlocal gebracht, wo er hoffte, Schutzfinden zu können, bis der Haufe sich zerstreuen würde. Mitt-lerweile fand eine neue Verhandlung über sein Schicksal imConvcntc statt. Es wurde vorgeschlagen, mit ihm zu verfah-ren, wie er mit besseren Menschen verfahren war, ihn außerdem Schutze des Gesetzes zu erklären, und ihn sofort ohne Pro-ceß dem Scharfrichter zu überantworten. Doch die Humanität,die seit dem 9. Thcrmidor in der Regel die öffentlichen Rath-schlüsse geleitet hatte, hielt die Abgeordneten ab, diesen Wegeinzuschlagen.

Es ward jetzt Nacht und die Straßen wurden allmäligruhig. Die Glocke schlug zwölf, und Barere trat, unter star-ker Bewachung, seine Reise wiederum an. Er wurde über denv. 16