Band 
Fünfter Band.
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Bcrtrand Barere.

tio» vom Thcrmidor für sich in Anspruch. Die Männer, dieihr Leben gewagt hatten, um jene Revolution zu bewerkstelli-gen, und die wußten, daß, wenn sie gescheitert wäre, Ba-rbre, aller Wahrscheinlichkeit nach, den Beschluß, sie ohne Pro-ceß zu köpfen, beantragt und eine Proklamation aufgesetzt habenwürde, die ihre Schuld und ihre Strafe ganz Frankreich ver-kündet hätte, waren keincswegcs geneigt, seine Ansprüche zuzu-geben. Er wurde erinnert, daß er, nur 48 Stunde» vor dementscheidenden Kampfe, auf der Rednerbühnc verschwenderisch mitSchmeichelei für Robcspicrre gewesen sei. Seine Antwort aufdiesen Vorwurf ist seiner würdig. ,,Es war nothwendig,"sagte er, „sich zu verstellen. Es war nothwendig, Nobcspicrre'sEitelkeit zu schmeicheln, und ihn durch Lobreden zum Angriffzutreiben. Dies war der Beweggrund, der mich vermochte,ihn mit jenem Lobe zu belegen, über das Ihr Euch beschwert.Wer hat jemals Brutus getadelt, daß er sich Tarquin gegenüberverstellte?"

Die angeklagten Triumvirn hatten nur Eine Aussicht, derStrafe zu entrinnen. Es bestand in jenem Augenblicke großeNoth unter den Arbeitsleuten der Hauptstadt. Diese Nothschrieben die Jakobiner der Reaction des Thermidor, der Nach-sicht, mit welcher die Aristokraten behandelt wurden, und denMaßregeln zu, die gegen die Häupter der vorigen Verwaltunggetroffen worden waren. Nicht's ist zu ungereimt, um von einerVolksmasse nicht geglaubt zu werden, die nicht gefrühstückt hatund die nicht weiß, was es heißt, zu Mittag zu essen. DerPöbel der Vorstadt St. Antoiue stand auf, bedrohte die Depu-tirten und verlangte mit lautem Geschrei die Freilassung derverfolgten Patrioten. Doch der Convcnt war nicht mehr wieer gewesen war, als ähnliche Mittel nur zu erfolgreich gegendie Girondisten angewendet wurden. Sein Muth war erwacht.