Bertrand Barere.
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poleon war unerbittlich. Er soll zwar einen Augenblick halbgeneigt gewesen sein, Barere in den Staatsrath aufzunehmen;aber die Mitglieder dieses Kollegiums remonstrirten in den stärk-sten Ausdrücken und erklärten, daß eine solche Ernennung eineSchmach für sie alle sein würde. Dieser Plan wurde daheraufgegeben. Von da an hatte Barere keine Aussicht, die Gunstder Regierung zu erlangen, als wenn er seinen Stolz bemeisterle,vergaß, daß es eine Zeit gegeben, wo er mit drei Worten dieKöpfe der drei Consuln hätte haben können, und sich bescheidenund emsig der Aufgabe widmete, Schmähschriften auf Englandund Lobreden auf Bonaparte zu verfassen.
Es ist, wir wissen nicht auf welche Gründe hin, öfters be-hauptet worden, daß Barere von der Regierung nicht bloß alsSchriftsteller, sondern auch als Censor der Schriften andererMänner beschäftigt worden sei. Diese Bezüchtigung läugnet erin seinen Memoiren nachdrücklich; indeß unsere Leser werdenwahrscheinlich mit uns in der Meinung übereinstimmen, Laßseine Abläugnung die Frage genau da läßt, wo sie war.
Soviel ist gewiß, daß er nicht durch irgend einen Scrupeldes Gewissens oder der Ehre abgehalten ward, das Amt einesCensors zu verwalten; denn er nahm ein Amt an, in Vergleichmit dem das des Censors, wie verhaßt es auch ist, eine erhabeneund wohlthätige Magistratur genannt werden kann. Er fing an,was man in zarter Weise Beziehungen zu der Polizei nennt, zuhaben. Wir sind nicht sicher, daß wir einen genauen Begriffvon der Beschaffenheit des neuen Berufes Barörc's gefaßt haben,oder beibringen können. Es ist ein in unserem Lande unbe-kannter Beruf. Es ist zwar öfters in England vorgekommen,daß ein Complot von einem der Verschwörer der Regierungangezeigt worden ist. Der Anzeiger ist zuweilen angewiesenworden, das Verhältniß zu seinen Mitschuldigen ruhig fortzu-