Band 
Fünfter Band.
Seite
261
JPEG-Download
 

Bertrand Barere.

261

La Fontainc's Ehre. Der Redncrstyl, der die Gallerien desConvcnts entzückt hatte, war nicht bl»ß ebenw außer der Zeit,wie die Sprache Mllehardouin's und Joinvillc's, sondern warauch im Volksgciste mit Bildern des Schreckens verknüpft. Alledie Eigenthümlichkeiten desAnakreon's der Guillotine, seine demDictionaire der Akademie unbekannten Worte, seine Einfälle undseine Späße, seine gascognischcn Spracheigcnheitcn und seinegascognischen Hyperbeln waren so verhaßt geworden, wie dasGcwiusel der Puritaner es in England nach der Restauration war.

Bonaparte, der die Männer der Schreckensherrschaft nie-mals geliebt hatte, hatte jetzt aufgehört, sie zu fürchten. Erwar allgewaltig und auf dem Gipfel des Ruhmes; sie warenschwach und allgemein verabscheut. Er war ein Souvcrain,und es ist wahrscheinlich, daß er bereits an eine eheliche Ver-bindung mit souveraincn Häusern dachte. Er hatte natürlichkeine Lust, in seiner neuen Stellung irgend einen Verkehr mitder schlechtesten Classe von Jakobinern zu pflegen. Wäre Ba-reres literarischer Beistand der Regierung wichtig gewesen, sohätte die persönliche Abneigung sich den Rücksichten der Politikfügen können; aber es gab keinen Grund, sich mit einem werth-losen Menschen zu verstehen, der sich auch als ein werthloserSchriftsteller erwiesen hatte. Bonaparte ließ daher seinen Ge-fühlen freien Lauf. Baröre ward nicht in milder Weise falle»gelassen, nicht in eine ehrenvolle Zurückgezogcnhcit gesendet,sondern fortgestoßen und gepeitscht, wie ein lästiger Hund. Erwar gewohnt gewesen, täglich sechs Exemplare seines Journalsauf feinem Papier in die Tuilcriecn zu schicken. Statt den Dankund das Lob zu empfangen, die er erwartet hatte, sagte man ihmtrocken, der große Mann habe befohlen, fünf Exemplare zurück-zuschicken. Immer noch plagte er sich fort; immer noch hegteer eine Hoffnung, Napoleon werde endlich erweichen, und eS