Johann Dryten.
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bestätigt, wie wir denken, die Grundsätze, die wir aufgestellthaben. In Griechenland sehen wir die phantasicvollc Poesieallmälig in die kritische hinschwinden. Aeschplns und Pindarhatten Sophokles znm Nachfolger, Sophokles den Euripides,Euripidcs die alcrandrinische» Vcrsemacher. Von diesen letz-ter» hat nur Theokrit Arbeiten hinterlassen, welche gelesen zuwerden verdienen. Das glänzende und groteske Feenlanb derAlten Komödie, an so prachtvollen Farben reich, mit so phan-tastischen Gestalten belebt, und abwechselnd von den süßestenKlängen der Musik und den lautesten Ausbrüchen elfischcn Ge-lächters ertönend, verschwand auf immer. Die Meisterstückeder Neuen Komödie sind uns nur durch lateinische Uebcrsctzun-gcn von außerordentlichem Verdienste bekannt. Aus diesenUebersetzungen und aus den Aeußerungen der alten Kritiker istes klar, daß die Originalwerke sich durch Reiz und Anmuthauszeichneten, daß sie von Witz funkelten und von ansprechendenGedanken überströmten, aber daß die schöpferische Kraft dahinwar. Julius Cäsar nannte Terenz einen halben Mcnander;ein sicherer Beweis, daß Menander nicht ein Viertheil Aristo-phanes war.
Die Literatur der Römer ist bloß eine Fortsetzung der Lite-ratur der Griechen. Die Zöglinge brache» von dem Punkteauf, an welchem ihre Lehrer, im Laufe vieler Menschenaltcr, an-gelangt waren. So entbehrten sie fast gänzlich der Periodeursprünglicher Erfindung. Die einzigen lateinischen Dichter,deren Schriften viel Frische der Phantasie zeigen, sind Lucrctiusund Catnllus. Das augusteische Zeitalter erzeugte nichts, dasihren schöneren Stellen gleichkäme.
In Frankreich hatte jener patentirte Spaßmacher, dessenSchellenkappe und scheckiger Rock mehr Geist verbarg, als jemalsin den Salons der Ninon oder der Madame Göoffrin zu finden