Johann Dryten.
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nahm. Es gab ohne Zweifel Wahnsinn und Schlechrigkeit aufbeiden Seiten. Aber auf der einen war Freiheit uud auf derandere» Despotismus. Doch auf diese» Punkt wollen wir nichteingehen. Bei Talavcra unterbrachen die englischen und franzö-'sischen Truppen einen Augenblick ihren Kampf, um aus einemsStrome zu trinken, der zwischen ihnen floß. Die Schalen gin-gen ohne Furcht oder Belästigung 0on Feind zu Feind herüber.Ebenso möchten wir unsern politischen Gegnern lieber helfe»,mit uns aus dieser Quelle geistige» Genusses zu trinken, die diegemeinsame Erfrischung beider Parteien sein sollte, als sie mitdem Getümmel unzeitiger Feindseligkeiten stören und bestecken.
Macflecnoe steht Absalon und Ahitophel nur im Sujetnach. In der Ausführung ist er selbst noch vorzüglicher. DochjDryden's größtes Werk ist das letzte, die Ode am St. Cecilien-tage. Sie ist das Meisterstück der zweiten Classe der Poesie, undsteht nur eben gerade unter den großen Mustern der ersten. Sieirrinnert uns an den Pedasus des Achilles,
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sJndem wir sie mit den unfähigen Rasereien der heroischen Tra-gödien vergleichen, ermessen wir den Fortschritt, welchen Dry-den's Geist gemacht hatte. Er hatte gelernt, eine zu verwegeneMitbewerbung mit höheren Naturen zu vermeiden, sich von demRande des Schwulstes oder Unsinns fernzuhalten, keinen Aus-druck zu wagen, der nicht seinem eignen Geiste eine bestimmtePorstellung zuführte. Es findet sich nichts von jener ,,sichtbarenFinsterniß" des Styles, die er ehedem erkünstelt hatte und inder nur die größten Dichter Erfolg haben können. Alles ist be-stimmt, bezeichnend und malerisch. Seine früheren Schriften
*) Jlias XVI, >51:
„Der, zwar sterblicher Art, unsterblichen Rossen doch folgte."
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