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Oliver Goldsmith.
zu bezahlen versprachen. Diese Werke verfaßte er ohne irgendeine mühsame Forschung, indem er lediglich das, was er in derWelt wohlbekannten, aber für Knaben und Mädchen zu massivgen oder zu trockenen Büchern fand, auszog, abkürzte und inseine eigne klare, reine und fließende Sprache übertrug. Erbeging einige seltsame Mißgriffe; denn er verstand nichts mitGenauigkeit. So erzählt er uns in seiner Geschichte von Eng-land, daß Nascby in Uorkshire läge, verbesserte auch diesen Irr-thum nicht, wie das Buch neu aufgelegt wurde. Er wäre bei-nahe verführt worden, in die Geschichte Griechenlands einen Be-richt von einer Schlacht zwischen Alcrander dem Großen undMontezuma aufzunehmen. In seiner belebten Natur erzählt er,gläubig und mit vollkommenem Ernste, alle die ungereimtestenLügen, die er in Rcisebesckreibungen über riesige Patagvnier,Affen, welche Predigten halten, Nachtigallen, die lange Ge-spräche wiederholen, finden konnte. ,,Wcnn er ein Pferd voneiner Kuh unterscheiden kann," sagte Johnson, „so ist seineKenntniß der Zoologie zu Ende." Wie wenig Goldsmith be-fähigt war, über die physikalischen Wissenschaften zu schreiben,wird durch zwei Anekdoten ausreichend erwiesen. Bei einerGelegenheit läugnete er, daß die Sonne in den nördlichen Zei-chen länger ist, als in den südlichen. Es war vergebens, dieAutorität Maupertuis'"anzuführen. „Maupcrtuis!", rief cr„„ich verstehe diese Dinge besser, als Maupertuis." Bei eineranderen Gelegenheit behauptete er, dem Zeugniß seiner eignenSinne zum Trotz, hartnäckig und selbst böscwerdend, daß erseine Mahlzeit durch Bewegung seiner Oberkinnladc kaue.
Doch unwissend wie Goldsmith auch war, wenige Schrift-steller haben mehr dazu beigetragen, die ersten Schritte auf derarbeitsvollcn Bahn des Wissens leicht und angenehm zu ma-che». Seine Kompilationen unterscheiden sich weit von den