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Oliver Goldsmith.
Hof des Tempels gelegt; aber der Platz wurde durch keinerleiInschrift bezeichnet und ist jetzt vergessen. Dem Sarge folgtenBurke und Reynolds. Beide diese großen Männer waren auf-richtige Leidtragende. Burke war, wie er von Goldsmith's Todehörte, in eine Fluth von Thränen ausgcbrochen. Reynolds wardurch die Nachricht so bewegt worden, daß er Pinsel und Palettefür den Tag bei Seite geworfen hatte.
Kurze Zeit nach Goldsmith's Tode erschien ein kleines Ge-dicht, das, solange als unsere Sprache dauert, die Namen seinerzwei berühmten Freunde mit seinem eignen verbinden wird. Esist bereits erwähnt worden, daß er zuweilen die Sarkasmcn, diesei» wildes, faselndes Gerede ihm zuzog, bitter empfand. Erwar, nicht lange vor seiner letzten Krankheit, zur Wiedcrvcrgcl-tung gereizt worden. Er griff weislich zu seiner Feder, und mitdieser Waffe bewährte er sich als allen seinen Angreifern zusam-men gewachsen. Innerhalb eines kleinen Raumes zeichnete ermit einem eigenthümlich leichten und kräftigen Pinsel die Cha-raktere von neun bis zehn seiner vertrauten Gesellschafter. Ob-wohl dieses kleine Werk seine letzte Feile nicht erfuhr, muß esdoch stets als ein Meisterstück betrachtet werden. Es ist jedochunmöglich, nicht zu wünschen, daß vier oder fünf Gemälde, diekein Interesse für die Nachwelt haben, in dieser edlen Gallertefehlten, und daß ihre Stellen durch so glückliche und lebensvolleSkizzen von Johnson und Gibbon ersetzt wären, wie die Skizzenvon Burke und Garrick.
Einige von Goldsmith's Freunden und Bewunderern ehr-ten ihn durch ein Denkmal in der Westminsterabtei. Nollekenswar der Bildhauer, und Johnson verfaßte die Inschrift. Es istsehr zu beklagen, daß Johnson der Nachwelt nicht ein dauer-bafteres und werthvollcrcs Denkmal seines Freundes hinterließ.Eine Lebensbeschreibung Goldsmith's würde eine unschätzbare