Band 
Fünfter Band.
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Samuel Johnson.

in das, was damals von den meisten Engländern als eine trau-rige und gefährliche Wildniß betrachtet wurde. Nachdem eretwa zwei Monate die keltische Gegend durchstreift hatte, bald inrohen Booten, die ihn nicht vor dem Regen schützten, und baldauf kleinen zottigen Ponies, die seine Last kaum tragen konnten,kehrte er zu seinen alten Stätten mit einem Geiste voll neuerBilder und neuer Thcoricen zurück. Während des folgendenJahres beschäftigte er sich damit, seine Abenteuer aufzuzeichnen.Gegen Anfang von 1775 erschien seine Reise zu den Hebridcn,und war einige Wochen lang der Hauptgegenstand des Gesprächsin allen Kreisen, in denen der Literatur Beachtung gewidmetward. Das Buch wird noch immer mit Vergnügen gelesen.Die Erzählung ist unterhaltend; die Betrachtungen, ob richtigoder unrichtig, sind immer scharfsinnig, und der Styl, wennauch zu steif und pomphaft, ist etwas leichter und anmuthigcr,als der seiner früheren Schriften. Sein Vorurthcil gegen dieSchotten war zuletzt wenig mehr als eine Sache des Scherzesgeworden, und was etwa von der alten Gesinnung übrig geblie-ben war, war durch die freundliche und achtungsvolle Gastlich-keit, womit er in jedem Theile von Schottland aufgenommenworden war, wirksam beseitigt worden. Es war natürlich nichtzu erwarten, daß ein orfordcr Tory die prcsbytcrianische Ver-fassung und das prcsbyterianischc Ritual preisen würde, oderdaß ein an die englischen Baumheckcn und Parks gewöhntesAuge nicht über die Kahlheit Bcrwickshire's und Ost-Lothian'sbetroffen sein würde. Doch selbst im Tadel ist Johnson's Tonnicht unfreundlich. Die erleuchtetsten Schotten, mit Lord Mans-field an ihrer Spitze, waren wohl zufrieden. Einige thörichteund unwissende Schotten aber wurden durch ein wenig un-schmackhaftc Wahrheit, welche vielem Lobe beigemischt war, inZorn versetzt, und griffen ihn, den sie als den Feind ihres Va-