Band 
Fünfter Band.
Seite
421
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Samuel Johnson.

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kerlandes zu betrachten beliebten, mit ihrem Vaterlande vielmehr zur Schmach gereichenden Schmähschriften an, als irgendetwas, das er jemals gesagt oder geschrieben hatte. Sie ließenNotizen in den Zeitungen, Artikel in den Magazinen, Scchs-pfennigpamphlets, Füufschillingbücher erscheinen. Ein Scriblerschmähte Johnson, weil er triefäugig sei, ein Anderer, weil ereine Pension beziehe; ein Dritter theilte der Welt mit, daß einerderOheime des Doctors in Schottland eines schweren Verbrechensschuldig erklärt worden sei und gefunden habe, es gebe in jenemLande einen Baum, der im Stande sei, das Gewicht eines Eng-länders zu tragen. Macpherso», dessen Fingal in der Reise alseine unverschämte Fälschung erwiesen worden war, drohte, miteinem Stocke Rache zu nehmen. Die einzige Wirkung dieserDrohung war, daß Johnson die Beschuldigung der Fälschungin den geringschätzigsten Ausdrücken wiederholte, und einige Zeitlang mit einem Knüppel umherging, der, wenn der Betrügernicht zu klug gewesen wäre, ihm entgegenzutreten, sicherlich aufihn herabgekommcn sein würde, »m die erhabene Sprache seineseigenen epischen Gedichtes zu entlehnen, „wie ein Hammer aufden rothen Sohn des Ofens."

Von andern Angreifern nahm Johnson keinerlei Notiz.Erhalte sich früh entschlossen, sich niemals in eine Polemikziehen zu lassen, und er hielt an diesem Entschluß mit einer Be-ständigkeit, die um so außerordentlicher ist, als er, sowohl geistigals moralisch, aus dem Stoffe war, aus welchem Polemiker ge-macht sind. Im Gespräche war er ein besonders eifriger, schar-fer und hartnäckiger Streiter. Wenn es an guten Gründenfehlte, nahm er zu Sophistik Zuflucht, und wenn er durch denStreit erhitzt war, machte er schonungslosen Gebrauch vonSar-kasmen und Schmährede. Aber wenn er seine Feder in dieHand nahm, schien sein ganzer Charakter geändert zu sein. Ein