Band 
Fünfter Band.
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Samuel Johnson.

hundert schlechte Schriftsteller stellten ihn i» falsckcs Licht undschmähten ihn; aber nicht einer von den hundert konnte sichrühmen, von ihm einer Widerlegung, oder auch nur einer Er-wiederung würdig gehalten worden zu sein. Die Kcnricks,Campbells, Mac Nieols und Hendcrsons thaten ihr Möglichstes,ihn zu ärgern, in der Hoffnung, er würde ihnen Bedeutung ver-leihen, indem er ihnen antwortete. Aber der Leser wird ver-geblich seine Werke nach irgend einer Anspielung auf Kennetoder Campbell, auf Mac Nicol oder Hcndcrson durchsehen. EinSchotte, der danach strebte, den Ruhm der schottischen Gelehr-samkeit zu behaupten, forderte ihn zum Gefecht in einem ab-scheulichen lateinischen Herameter:

„lUoximo, s> Ui vis, cocho conl,untere tecum."

Aber Johnson nahm keine Notiz von der Aufforderung. Erhatte, sowohl aus seiner eignen Beobachtung, als aus der Litc-rargeschichte, in der er tief belesen war, gelernt, daß der Rangder Bücher in dem öffentlichen Urtheile nicht durch das, wasüber sie geschrieben wird, sondern durch das bestimmt wird, wasin ihnen geschrieben ist, und daß ein Autor, dessen Werke fort-zudauern Aussicht haben, sehr unklug ist, wenn er sich herab-läßt, mit Verkleineren, zu streiten, deren Werken der Unterganggewiß ist. Er behauptete stets, der Ruhm sei ein Federball, dernur in der Höhe erhalten werden könne, wenn er ebensowohlzurück als vorwärts getrieben würde, und der bald fallen würde,wenn es nur Eine» Schlägel gäbe. Kein Ausspruch war öftererin seinem Munde, als jener schöne Sinnspruch Bentlcffs, daßNiemand jemals heruntcrgcschrieben worden wäre, außer durchsich selbst.

Leider that Johnson, wenige Monate nach dem Erschei-nen der Reise nach den Hebriden, was keiner seiner Gegner hättethun können, und brachte es in gewissem Maße dahin, sich her-