Band 
Latein - Deutscher Teil.
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784
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784 Sator.

Sätor, öris, m. [sero] ter Säer, Pflan-z e r. Hiervon trop. A) der Urheber, Her-vorbriuzer, litis, scelerum. B) der Zeuger,Vater, Schöpfer: s. deorum hominumque

— Jupiter.

f Satrapes, is, m. (im pl. geht das Wortauch nach der ersten Declination) [ßarqiTtrje,persisches Wort] ein persischer Statthalter, Sa-trap.

f Saträpia, ae, f. [= aaroansin] einepersische Statthalterschaft, Satrapie.

Saturn, i, n. [ particip. von sero] flehesero 2 .

Satur, ura, ürum, adj. [satis] satt, ge-sättigt: s. et potus; (Poet. u. Spät.) auchmit einem genit., s. lactis von Milch, omniumrerum Alles satt habend, oder abi. s. fabulisan Fabeln genug habend. Hiervon (Poet.)A) voll, reichlich, fruchtbar, praesepia, auctu-mnus, Tarentum. B) color s. satt, stark, da-gegen vestes saturae ostro Tyrio stark mit

— gefärbt. C) trop. von der Rede, reich-haltig^

Saturn, ae, f. [fern. vom adj. satur so.lanx] 1) eine mit allerhand Früchten an-gefüllte Schüssel, daher — das Allerlei,Gemengsel: per s. aliquid facere = untereinander, unordentlich, ohne gehörige Unterschei-dung dessen, was getrennt werden sollte. 2 )gewöhnlich in dieser Bedeutung Satira geschrie-ben, eine Art Gedichte vermischten Inhalts, undzwar A) bes. in der ältesten Zeit eine (aus denStcgreifredcn in den einheimischen Mimcnspiekenentstandene) Art scherzhafter Verse dramatischerForm, neckende und lustige Wechselgesäuze, spä-ter unter dem Namen s. Menippea (stehe denArtikel Menippus) erneuert. B) mit Aufgebungder dramatischen Form, ein in Hexametern ver-faßtes Gedicht, welches Schilderungen und Be-trachtungen über das menschliche Leben enthielt,größtcntheils über die Thorheiten und Lasterder Menschen mit heiterer Laune oder bitteremErnste spottend; eine Satire.

Satureja, ae, f. (im plur. auch -eja,örum, n. pl.) ein Küchcnkraut, Saturei.

Saturejanus, adj. zu einer gewissen Ge-gend in Apulicn gehörig: davon — apu lisch.

Saturitas, ätis, f. [satur] 1) (Vorklass.u. Spat.) die Sättigung, das Sattsein.* 2 ) die Rcichlichkeit, der Ueberfluß.

Saturninus, Name einer römischen Fa-milie in der gens Appuleja. Bekannt ist nurder Bucius Appulejus 8., ein unruhiger undgewaltthätiger Demokrat, Volkstribun ums Jahr100 v. Chr.; als er und C. Servilius Glauciaden designirten Consul Memmius hatten todtenlassen, wurden sie beide gezwungen, mit ihrenAnhängern sich nach dem Capitolium zu flüch-ten, dort zur Nebergabe genöthigt und hinge-richtet (100 v. Chr.).

Saucius.

Saturnus, i, m. (der Griechen K^ovos)Sohn des Uranus und der Gäa, Gemahl undBruder der Nhea, Vater des Jupiter, Neptunund Pluto, der Juno, Ceres und Vesta; inden einheimischen italischen Sagen war er einGott des Ackerbaues und hatte die Ops zurGemahlinn. In seinem Tempel zu Rom wardas aerarium der römischen Republik. Hier-von A) Saturni sacra dies der Samstag;Saturni stella oder bloß 8. der Planet Sa-turn. B) (Spät.) der Name 8. wurde bis-weilen auf den Sonnengott der Phönicier (Baal,Moloch) übertragen. —Davon I) Saturna-lis, e, adj.-, hiervon -älia, örum, ibus, n.pl. das Fest des S., ein vom siebzehnte» Decem-ber an gefeiertes Freudenfest zum Andenken andas unter des Saturnus Herrschaft zu Latiumherrschende goldene Zeitalter; nanicutlich genos-sen die Sklaven während dieses Festes verschie-dene Freiheiten. 2) Saturnius, adj.: ss.regna = das goldene Zeitalter, arva (tellus)— Italien, gens die Jtalier, numerus die alt-italische Versart; s. pater Jupiter, virgo =Vesta, proles = Picus. Hiervon subst. a)-ius, ii, m. a) — Jupiter, ß) — Pluto, b)-ia, a e, /. «) = Juno, ß) dic alte Stadtdes S. auf dem Capitolium, der mythische Ur-anfang von Rom.

Satüro, I. (satur) = satio, was mansehe.

Sätus, us, m. [sero 2.] 1) das Säen oderPflanzen, berbae, vitium. 2) trop. dieZeugung, das Geschlecht, die Geburt: Jovissatu editus vom I. gezeugt, Sohn des I.;a primo s. 3) die Saat, trop. philosophiapraeparat animos ad accipiendos satus.

Satyriscus, i, m. [— oarv$ioxos\ de-minut. von Satyrus.

Satyrus, i, m. s— Jfarv^o;] der Sa-tyr, ei» Waldgott mit etwas thierischer Ge-stalt (gespitzten Ohren, Hörnern oder Knoten,Schwanz, bisweilen Bockfüßcn u. dergl.): dieSatyre» waren im Gefolge des Bacchus, ihrGepräge rohe Sinnlichkeit und Ausgelassenheit;bei den Römern wurden sie oft mit den Faunenidentificirt. Hiervon meton. — das satyri-sche Drama bei den Griechen, in welchemdie Personen wie in der Tragödie Götter undHeroen waren, der Chor aber aus Satyrenund Personen aus dem Gefolge des Bacchusbestand, und der Ton im ganzen lustig undkomisch war.

*Sauciätio, önis,/. [saucio] die Ver-wundung.

Saucio, 1. [saucius] (selten) v e rw u u-den, insbcs. im Kriege — blessiren, aliquem;(Poet.) vomer s. terram; trop. haec ss. ani-num.

Saucius, adj. 1) verwundet, insbes. —im Kriege blessirt und dadurch zum Kampfe